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Die Ausführungen im Buch "Berchtesgadener Geschichte(n) rund um den Schloßplatz" sind nicht als Beitrag zur "großen" Geschichte Berchtesgadens gedacht, sondern Beispiel aus dem täglichen "internen" Geschehen der Marktgemeinde. Das Leben eines lochen Gemeinwesens ist gekennzeichnet durch unentwegte Pläne und Unternehmungen der Einzelpersonen wie der Gemeindeverwaltung, und besonders die letztere muss sich nach jeder Legislaturperiode daran messen lasse, was sie vorwärtsgebracht hat. Jedes Jahrhundert arbeitete nach seinen eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen an der Weiterentwicklung, so dass das Gesicht Berchtesgadens einer ständigen Veränderung unterworfen war - einmal langsamer, einmal schneller. Besonders das 19. und 20. Jahrhundert zeichneten sich durch weitreichende Umgestaltungen aus, der "neuen Zeit" musste Tribut gezollt werden. Selbst alte Berchtesgadener können sich mitunter nicht mehr an die früheren Zustände und Verhältnisse erinnern. Es liegt in der Natur des menschlichen Gedächtnisses, dass hinter dem fortgesetzten Anblick des Neuen das Bild des Alten, Gewesenen, allmählich verblasst und endlich ganz verschwindet.
Manche Vorgänge und Ereignisse fanden ihren Niederschlag in Aktenbündeln und sind im Archiv der Marktgemeinde erhalten geblieben. Vieles daraus wurde in der Vergangenheit bereits für die Heimatforschung genutzt, und auch die vorliegende Schrift geht im wesentlichen auf das Archivgut zurück. Die folgenden Aufsätze mögen dazu beitragen, dass der Leser unseren Heimatort mit anderen Augen betrachtet. Aus "Geschichten" wird letzten Endes eine "Geschichte". So sind die nachfolgenden Geschichten ein Beitrag zur 900jährigen Geschichte Berchtesgadens.
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