DLRG und Feuerwehr proben den Ernstfall in Truchtlaching 17.6.17

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Zu einem wahren Horrorszenario, dass Gott sei Dank nur eine Übung war, wurden am heutigen Nachmittag die Deutsche Lebens - Rettungs -Gesellschaft des Ortsverbandes Seeon – Truchtlaching und die Feuerwehr Truchtlaching alarmiert. Im Bereich des Kraftwerks in Truchtlaching wurde eine Grillfeier angenommen. Hierbei detonierte der Grill, setzte die Uferböschung in Brand und verletzte die anwesenden Gäste massiv. Beim Eintreffen am Unglücksort, der mit Sondersignal angefahren wurde, bot sich den Rettungskräften zunächst ein schreckliches Bild. Die durch die realitätsnahe Unfalldarstellung des Malteser Hilfsdienst perfekt geschminkten und unbekannten Opfer forderten die Ersthelfer von der ersten Minute an. Einige der völlig geschockten, schwer verletzte Gäste rannten über die Wiese, stürzten sich ins Wasser oder lagen regungslos am Boden. Auf der anderen Seite brannte die komplette Uferböschung und musste gelöscht werden. Dichter Rauch erschwerte die Sicht und die Anzahl der Opfer war zunächst nicht bekannt. Somit galt es, sich trotz aller Dramatik, erst einmal einen Überblick über das Unglücksgeschehen zu verschaffen. Dann wurden sofort alle Rettungsmaßnahmen ergriffen. Boote der DLRG wurden zu Wasser gelassen, Strömungsschwimmer gingen ins Wasser um nach Vermissten zu suchen und zeitgleich baute die Feuerwehr die Wasserversorgung für die Löscharbeiten auf. Andere Teams machten sich sofort zu den an Land befindlichen Opfern auf um diese zu versorgen. Nach dem die Schwere der Verletzungen der einzelnen Opfer bekannt war, wurden diese sofort der eingerichtete Einsatzzentrale per Funk gemeldet. Diese wiederum koordinierte den Abtransport der Verunglückten. Zeitgleich waren immer noch die Boote der DLRG auf dem Wasser um eventuell vermisste Personen zu suchen und aufzunehmen. Erschwert wurde der Einsatz noch von sogenannten Störern am Unfallort, die die Rettungskräfte durch fotografieren und aufdringliches Verhalten von Ihrer Arbeit abhielten. Auch das kriegten die Frauen und Männer in den Griff. Nachdem klar war, dass es sich insgesamt um 7 verletzte Personen handelt und diese alle gefunden und Erstversorgt waren und auch das Feuer gelöscht war, konnte man die Übung nach ca. 1,5 Stunden für beendet erklären. Im Anschluss fand am Bootshaus der DLRG noch eine Manöverkritik zu dem Einsatzgeschehen einer Brotzeit statt. Bis auf ein paar Kleinigkeiten die man bei solch einer Übung immer verbessern kann, konnte man die Übung als vollen Erfolg verbuchen. Ziel solcher Übungen ist das Zusammenspiel unterschiedlicher Hilfsorganisationen zu prüfen und zu verbessern. Und natürlich die eigene Leistungsfähigkeit für einen Ernstfall hoch zu halten. Wie sich bei dieser Übung wieder einmal herausgestellt hat, muss keinem Bürger Angst und Bange sein. Wir können uns auf unsere Hilfsorganisationen voll und ganz verlassen.

 

 

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