42-jähriger Wanderer verbringt Nacht im Freien

Bischofswiesen: (24. Oktober 2008) Polizeibeamte und die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger haben seit kurz nach Mitternacht nach einem vermissten 42-jährigen Wanderer aus Wals (Salzburger Land) gesucht, der nun gegen 8 Uhr unverletzt wieder aufgetaucht ist. Der Mann war am vergangenen Mittwoch um 16 Uhr von Hallthurm aus in Richtung Stöhrhaus am Untersberg aufgebrochen. Als er gegen 21 Uhr noch nicht zurückgekehrt war, setzte seine Frau gegen 23.30 Uhr bei der Polizei einen Notruf ab.

 

Eine Streifenbesatzung fand das Auto des Vermissten auf einem Parkplatz in Hallthurm. Da vom 42-Jährigen jede Spur fehlte, alarmierte die BRK-Rettungsleitstelle zur Unterstützung der Beamten kurz nach Mitternacht den Einsatzleiter der Reichenhaller Bergwacht, der mit insgesamt zehn Einsatzkräften und zwei Suchhunden die Steige von Hallthurm in Richtung Untersberg absuchen ließ. Zusätzlich war ein Polizei-Bergführer mit Suchhund im Einsatz. »Aufgrund der nasskalten Witterung mit Temperaturen um den Gefrierpunkt war höchste Eile geboten, denn eine Nacht im Freien hätte der Vermisste mit eventuellen Verletzungen nicht unbeschadet überstanden«, erklärt Bergwacht-Einsatzleiter Hans Lohwieser.
Als die Suchmannschaften bei Tagesanbruch nach ihrem siebenstündigen Einsatz durch vier weitere Suchhundeteams und 20 Einsatzkräfte abgelöst werden sollten, meldete sich der Österreicher unverletzt per Telefon bei seiner Frau. Er hatte bei seiner Tour aufgrund von Nebel und einsetzender Dunkelheit die Orientierung verloren und die Nacht im Freien unter einem Baum verbracht. Über den Hirschangerkopf war er in Richtung Bruchhäusl (Ortsgebiet Großgmain) abgestiegen und über Wolfschwang zum Ausgangspunkt zurückgekehrt. Die nachgeforderten Einsatzkräfte und Suchhunde der Polizei und der Bergwachten Berchtesgaden, Marktschellenberg sowie der Bergrettung aus dem benachbarten Österreich wurden nicht mehr benötigt.