|
Dienstherr Bürgermeister Stefan Kurz freute sich über die Anwesenheit vieler Nachwuchsfeuerwehrler. »Es gibt Orte in Bayern, die überhaupt keine Feuerwehr mehr aufstellen können. Unsere Gemeinde steht hinter ihrer Feuerwehr«, betonte Stefan Kurz, der dann seinem scheidenden Kommandanten Michael Hinterbrandner, der sein Amt zwölf Jahre lang inne hatte, für die stets gute Zusammenarbeit dankte.
Im Kommandantenbericht referierte Michael Hinterbrandner über das letzte Einsatzjahr, in dem man vor größeren Katastrophen und Unwettern verschont worden war. Einsatz- und arbeitsreich war das Jahr dennoch gewesen. Um den Gemeindebürgern die notwendige Hilfe bei Bränden und Katastrophen zu gewähren, sei eine motivierte, gut ausgebildete und gut ausgerüstete Feuerwehr unabdingbar. »Weil sich das Einsatzspektrum der Feuerwehren im Laufe der Zeit immer wieder ändert, ist es erforderlich, sich mit der Anschaffung der speziellen Gerätschaften den gegebenen Situationen anzupassen«, erklärte der Kommandant. Für die angeschaffte Ausrüstung dankte Hinterbrandner dem Bürgermeister, den Gemeinderäten und dem Feuerwehrvein.
»Da neue Spezialgeräte einen Mehraufwand an Übungen und Ausbildung bedeuten sind unsere Feuerwehrkameraden in ihrer Freizeit immer mehr gefordert. Lehrgänge schlagen ebenfalls mit einem erheblichen Zeitaufwand zu Buche. Nur durch den Idealismus und die selbstlose Einsatzbereitschaft unserer Kameraden wird es auch in Zukunft möglich sein, unsere schöne Heimatgemeinde vor Schäden und Katastrophen zu bewahren«, erklärte Hinterbrandner in seiner letzten Ansprache als Kommandant.
63 Mal sei die Schönauer Wehr im letzten Jahr ausgerückt, sechsmal zu Bränden und 39-mal zu technischen Hilfen. Ferner war die Wehr bei sieben Sicherheitsdiensten und zehn sonstigen Einsätzen gefragt. Einmal rückten die Schönauer bei einem Fehlalarm im Klinikum umsonst aus. Hinterbrandner hielt auch Rückschau auf Übungen, Ausbildungen, Unterrichte und Lehrgänge. Die letzte Amtshandlung des scheidenden Kommandanten war, herzlich »Vergelt`s Gott« zu all jenen zu sagen, die ihn in den letzten zwölf Jahren so eng begleitet und stets unterstützt haben.
Kreisbrandrat Rudi Zeif verlieh danach Andreas Koll und Christian Bründl das Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre aktive Dienstzeit. Nach der Ernennung von Christian Neunaber zum Oberfeuerwehrmann und Ulli Hölzl zum Brandmeister leitete der Bürgermeister die Neuwahlen. Dabei votierten die vom Bürgermeister namentlich verlesenen Feuerwehrmänner mit großer Mehrheit für Stefan Graßl als neuen und Michael Hinterbrandner jun. als zweitem Kommandanten.
Vereinsvorstand Georg Koller hielt Rückschau auf ein ereignisreiches Jahr mit vielen gesellschaftlichen Höhepunkten. Dabei erinnerte er an die Fahrt zur Partnerfeuerwehr in Schönau/Niederbayern und wies auf den Gegenbesuch hin, bei dem man die Schönauer ebenso herzlich empfangen wolle. Schriftführer Ulli Hölzl ließ schließlich noch einmal das rege Vereinsjahr Revue passieren. Dass die Finanzen im Verein geordnet sind, war den Ausführungen von Kassier Christian Bründl zu entnehmen, der daraufhin von Kassenprüfer Franz Grüsser ein Lob empfing. Weil Kassenprüfer Thomas Springl im letzten Jahr verstorben war, hatte Grüsser sein Amt zur Verfügung gestellt. Martin Wust und Alois Graf jun. wurden zu ihren Nachfolgern gewählt.
Alle 69 Stimmberechtigten votierten bei der Wahl des Vereinsvorstands für Georg Koller, dem weiterhin Johann Hölzl zur Seite steht. Ulli Hölzl bleibt Schriftführer, sein Stellvertreter ist Matthias Maßböck. Die Finanzen regelt weiterhin Christian Bründl, der Stefan Böttrich als zweiten Kassier zur Seite bekommen hat. Lang anhaltender Applaus machte die Beliebtheit der neuen und alten Vorstände deutlich.
Alois Graf jun. und Christian Pfnür wurden dann für 20 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Auf 30 Jahre blickt Roland Punz zurück. Der scheidende Kassenprüfer Franz Grüsser wurde für 20 Jahre im Ehrenamt gewürdigt. cw
|