Leberkas für Kanada

Berchtesgaden/Vancouver: (3. Februar 2010) - Warme Küche für Vancouver: Die Prominenz aus aller Welt hat bei Olympischen Winterspielen schon lange einen Szene-Treffpunkt: das Kufenstüberl des Bob- und Schlittensportverbandes für Deutschland (BSD). Und das kommt aus dem Berchtesgadener Land. In dieser Woche reisen die ersten Helfer für Vorbereitungen nach Whistler. Im herrlich gelegenen »Golf-Resort Niklaus North« sind das Deutsche Haus, die Bayern-Tourismus GmbH und das Kufenstüberl untergebracht. Chef der Mission ist Rudolf Größwang, der seit vielen Jahren für Großveranstaltungen auf der Sponsoren- und Marketingebene für den BSD verantwortlich zeichnet.

 

Berchtesgaden/Vancouver - Das Kufenstüberl wurde einst in einer Garage in La Plagne bei den Olympischen Winterspielen von Albertville im Jahr 1992 kreiert. Auch zwei Jahre später bei den unvergesslich schönen Spielen 1994 in Lillehammer war noch viel Improvisation im Spiel, ehe das Kufenstüberl zu einer festen Größe und seit Nagano (1998) einem begehrten Anlaufpunkt von Olympiasportlern, Medienschaffenden, Funktionären und Promis aus der ganzen Welt geworden ist.
War es noch 1988 in Calgary das Deutsche Haus, wo sich die Prominenz getroffen hat, so darf man das »Kufenstüberl« jederzeit auf eine Stufe mit dem offiziellen Haus der Deutschen stellen. Aber während es im Deutschen Haus recht streng nach Etikette abgeht, herrscht im Kufenstüberl eine angenehme Lässigkeit. Wer allerdings Zutritt zum Kufenstüberl bekommt, bestimmt alleine Rudolf Größwang, der in den olympischen Wochen einen besonders harten Job hat. Frühmorgens auf, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, und als Letzter ins Bett. Da kommt dem Bischofswieser zugute, dass man ihn höchst selten mit Alkoholischem sieht. Zumeist genießt die »graue Eminenz« des weltweiten Bahnsports im Hintergrund Selters, Kaffe oder Tee. Hochprozentiges lässt er für andere servieren. Dass die Besucher das Kufenstüberl nicht mit einem flauen Gefühl in der Magengegend verlassen, dafür sorgt die Gastrogruppe S.H.O.B., die sich aus Siegfried Sigl, Stefan Hogger, Jürgen Ohmüller, Hans Brazdrum und Michael Stanger zusammensetzt. Die Köche von S.H.O.B. versorgen im »Nicklaus North« nicht nur die Gäste im Kufenstüberl, sondern auch die bayerischen Tourismuswerber und das Deutsche Haus. Größwang hat es arrangiert, dass das einst so dominante Deutsche Haus auch unter seinen Fittichen rangiert.

Frische Brezen und Weißbier

400 frische Brezen werden ins Kufenstüberl im Morgengrauen angeliefert. Am Vormittag wartet auf die Gäste etwas Leichtes mit Müsli, Joghurt, Marmeladen und frischen Semmeln. Den ganzen Tag über können die Gäste Weißwürste und Leberkäse genießen. Am Abend offeriert die Gastrogruppe ein gemischtes Büffet. Auch der beliebte Kaiserschmarrn steht auf der Karte. Die Gastrogruppe braucht keine Küchenutensilien mit über den großen Teich zu nehmen, denn bereits im letzten Jahr war die Küche im »Nicklaus Golf-Resort« an einem wunderschönen See begutachtet worden, so dass nur noch Kleinigkeiten fehlen, wenn die Gruppe eine Woche vor Beginn der Spiele ankommt.
Beliefert werden die Berchtesgadener Gastronomen von kanadischen Bäckern, Metzgern und Lebensmittelhändlern. »Die Produkte sind unseren sehr ähnlich, so dass die Speisen wie bei uns schmecken, egal ob Weißwürste, Leberkäse oder Schweinsbraten«, informiert Chefkoch Sigi Sigl, der mit seinen Beiköchen bis zum 1. März in Whistler sein wird. Das Bier kommt allerdings aus der Heimat. Gezapft wird Erdinger Weißbier und Stiegl-Bier aus Salzburg.

Waldi Hartmanns Geheimnis

Was wäre ein gesellschaftliches Ereignis ohne Musik. Aus diesem Grund gehört Sepp Huber schon seit vielen Jahren zum festen Bestandteil olympischer Annehmlichkeiten. Dieses Mal verstärken Engelbert Aigner und Stefanie Weiss die Huber'sche Musik. Sogar das Fernsehen hat sein Quartier mit Studios im »Nicklaus Golf-Resort North« aufgeschlagen. Fernsehmoderator Waldemar Hartmann wird ein noch geheim gehaltenes Programm bieten.
»Natürlich werden die deutschen Olympiasieger bei uns gefeiert, aber wenn Berchtesgadener Medaillen holen, dann gibt es eine besondere Party«, so Rudolf Größwang, dem in Whistler auch ein Fuhrpark mit vier Porsche Cayenne und dem neuen Flaggschiff Panamera zur Verfügung steht. »Unsere prominenten Gäs-te müssen schließlich beweglich sein«, erklärte Größwang, in dessen Team Klaus Dinzler, Alexandra Gelfart, Rudi Größwang, Andrea Ott, Heike Thierauf, Berthold Mair und Katharina Weinbuch für Akkreditierung, allgemeinen Service und für die Bustransfers sorgen.
Für die Bayern-Tourismus GmbH sind Stephan Köhl und Karin Mergner von der BGLT im Wechsel vor Ort, auch der Schönauer Bürgermeister Stefan Kurz wird in Vancouver dabei sein. Bei Rudolf Größwang haben sich auch schon ein paar Berchtesgadener Fans gemeldet, die Karten für die verschiedenen Olympischen Wettbewerbe bekommen oder das Kufenstüberl besuchen wollen. Hartmut Karstens arbeitet schon kräftig am Empfang der Olympiateilnehmer, der am 4. März stattfinden soll. Der endgültige Ort des Empfangs wird am kommenden Freitag unter den Bürgermeistern besprochen. cw