Berchtesgadener Rangerinnen sind die schnellsten der Alpen

Berchtesgaden/Scoul: (4. Februar 2010) - Skibergsteigen, Riesenslalom, Langlauf und Luftgewehr-Schießen: In diesen vier Disziplinen waren die Rangerinnen aus dem Nationalpark Berchtesgaden nicht zu schlagen. Anita Engle, Carmen Kraus, Monika Lenz und Rosi Stocker siegten in der Damenwertung und sicherten sich erstmals Platz eins bei der 15. Ranger-Olympiade, der so genannten »Trofeo Danilo Re«. Die Herrenmannschaft erkämpfte sich nach dem Titelgewinn im vergangenen Jahr unter 44 Mannschaften aus sieben Nationen den vierten Platz.

 
  

Nur noch wenige Meter bis zum Ziel: Nationalpark-Rangerin Carmen Kraus hat sich über 860 Höhenmeter zum Motta Naluns im schweizerischen Scoul hinaufgekämpft.

Mit zwei Mannschaften zu je vier Teilnehmern war der Nationalpark Berchtesgaden in diesem Jahr bei der »Ranger-Olympiade« im Schweizerischen Nationalpark vertreten, mit großem Erfolg: Die schnellsten Rangerinnen der Alpen kommen erstmals aus Berchtesgaden. Das Team mit Anita Engle (Schießen), Carmen Kraus (Skibergsteigen), Monika Lenz (Riesenslalom) und Rosi Stocker (Langlauf) ließ die internationale Damen-Konkurrenz hinter sich und sicherte sich erstmals Platz eins vor den Kolleginnen aus dem französischen Nationalpark Mercantour und dem Schweizerischen Nationalpark. Bei den Herren ging der Sieg an den Triglav-Nationalpark (Slowenien) vor dem Schweizerischen Nationalpark und dem Team aus den Hohen Tauern (Österreich). Das Ranger-Herrenteam aus dem Nationalpark Berchtesgaden mit Wolfgang Palzer (Langlauf), Josef Egger (Skibergsteigen), Alois Hohenwarter (Riesenslalom) und August Schellmoser (Schießen) konnte seinen Titel aus dem vergangenen Jahr nicht verteidigen. Platz vier hieß es am Ende für
die Herren, daran änderte auch der Einzelsieg im Riesenslalom von Alois Hohenwarter nichts.
Austragungsort der diesjährigen Wettkämpfe war der schweizerische Wintersportort Scoul im Engadin. Insgesamt nahmen an der Ranger-Olympiade 44 Mannschaften mit insgesamt 176 Rangerinnen und Rangern aus Deutschland, Frankreich, Italien, Rumänien, Slowenien, Österreich und der Schweiz teil. Die Wettkämpfe werden seit 1996 jährlich in Erinnerung an
den italienischen Ranger Danilo Re durchgeführt, der am 23. November 1995 im Dienst tödlich verunglückte. Neben den sportlichen Wettkämpfen stehen auch ein wissenschaftliches Forum sowie der freundschaftliche Austausch zwischen den Mitarbeitern verschiedener Schutzgebiete im Vordergrund.
Das thematische Treffen in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Institut für Schnee und Lawinen stand in diesem Jahr unter dem Motto: Lawinenprävention und Lawinenwarnung mit modernen Technologien. Im kommenden Jahr wird die »Trofeo Danilo Re« im Triglav-Nationalpark in Slowenien stattfinden.