Bischofswiesen: (12. Februar 2010) - Katy Hölzl war sauer. Schließlich hatte sich die Bischofswieserin beim Europacup-Rennen am Götschen mehr ausgerechnet. »Es waren nicht meine Verhältnisse«, schimpfte die 25-Jährige gestern, nachdem sie beim letzten Olympia-Formtest nur auf Platz 5 gefahren war. Den Sieg holte sich die Österreicherin Karin Hackl auf ihrem Lieblingshang. |
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Es war nicht das Rennen der Kathrin Hölzl. Beim Olympiatest am Götschen kam die Bischofswieserin nur auf Rang 5. | |
Während der Großteil der DSV-Aktiven bereits in Vancouver weilt, bestritten einige Olympiateilnehmerinnen gestern Donnerstag am Götschen noch einen Riesenslalom. Weil das Gelände in Whistler dem Hang in Bischofswiesen gleicht, nützte Kathrin Hölzl ihr Heimrennen zu einem letzten Formtest für Olympia. Neue Erkenntnisse gab es für die Weltmeisterin nicht, denn die Verhältnisse kamen Katy überhaupt nicht entgegen. Ein relativ flacher Hang mit Neuschneeauflage ist so gar nicht nach dem Geschmack der Riesenslalomspezialistin.
Trotz einer Startverschiebung brachte man den Neuschnee nicht mehr ganz aus der Piste. Und so klagte nicht nur die Weltmeisterin über eine von Schlägen gekennzeichnete Strecke. Darüber hinaus herrschten bei leichtem Schneefall recht schlechte Sichtverhältnisse. Zu allem Überfluss fehlte auch noch die bekannte blaue »Ideallinie«, da das Wasser für diese Markierungsfarbe eingefroren war.
Dennoch schaffte es Katy Hölzl im ersten Lauf, mit der hohen Startnummer 19 noch an die vierte Stelle zu fahren, wobei ihr Rückstand auf die Führende Karin Hackl aus Österreich drei Zehntelsekunden betrug. Als eine von wenigen kam die im Europacup Führende Ramona Siebenhofer aus Österreich nicht ins Ziel.
So gut wie keine Verschiebungen in der Reihenfolge brachte der zweite Lauf. Karin Hackl zeigte, dass ihr der Götschen besonders liegt und erzielte klare Bestzeit. »Ich weiß nicht, wo man auf dieser Strecke Zeit holen kann, aber man verliert sie sehr schnell. Mir jedenfalls liegt der Götschen perfekt, ich war ja schon im letzten Jahr Zweite«, so die Siegerin, die weiterhin im Europacup fährt und in der nächsten Saison als A-Kaderläuferin eingesetzt wird.
Neben Hackl fuhren auch deren Mannschaftskollegin Stefanie Köhl und die Norwegerin Lene Loeseth auf das Siegerpodest. Die Österreicherin Evelyn Pernkopf verdrängte Kathrin Hölzl noch von Platz vier: »Wenn es in Vancouver genauso wird, dann brauche ich gar nicht hinzufahren. Das waren nicht meine Verhältnisse«, so die Weltmeisterin, die in Whistler auf eine eisige Piste hofft. Platz sechs belegte Lena Dürr vom SV Germering.
Als Technisch Delegierte des internationalen Skiverbandes (FIS) fungierte Karin Skaardal, besser bekannt als ehemalige Weltklassetechnikerin Karin Köllerer aus Unken.
Sogar einige Hundert Besucher waren zum zweiten Lauf an den Götschen gekommen. cw
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