Lokalnachrichten BGL

Passschild am Roßfeld enthüllt

Berchtesgaden – Während bei der Auffahrt zum Roßfeld mehrere Schilder mit Höhenangaben stehen, fehlte am Scheitelpunkt bisher ein Hinweis auf die erzielte Seehöhe.

  • Sie haben das neue Schild auf dem Roßfeld am Dienstag in Augenschein genommen (v.l.) Bauamts-Mitarbeiterin Elisabeth Rambichler, Leiter des Staatlichen Bauamtes Sebald König, Marktbürgermeister Franz Rasp sowie Bauamts-Mitarbeiter Ulrich Sedlbauer . (Foto: Wechslinger)

Dieser Umstand ist seit Dienstagnachmittag korrigiert. Ab sofort weiß jeder, der den höchsten Punkt der Roßfeld-Höhenringstraße erreicht hat, in welcher Höhe er sich befindet. »1 560 Meter über Normal Null« ist auf dem Schild zu lesen.

Die Planung der Roßfeld-Höhenringstraße hatte im Jahr 1937 begonnen, ein Jahr später gingen die Bauarbeiten los. Bis Kriegsbeginn war die Auffahrt nordseitig bis zur Roßfeld-Skihütte und südseitig bis zum Ahornkaser möglich. Trotz der schlechten Zeit trieb der damalige Landrat Karl Theodor Jacob die Fertigstellung der Roßfeld-Höhenringstraße voran. Des Weiteren verhinderte Jacob auch die geplante Sprengung des Kehlsteinhauses.

1956 wurde die Scheitelstrecke für den Verkehr freigegeben. Die endgültige Fertigstellung mit einer durchgehend asphaltierten Fahrbahndecke erfolgte im Jahr 1962. Die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern verfügte, dass für das Befahren eine Maut gezahlt werden muss.

Aus diesen Mauteinnahmen muss das Staatliche Bauamt Traunstein den Unterhalt der Straße – mit einem aufwendigen Winterdienst – und die Verwaltungskosten zahlen. Die meisten Besucher verzeichnete man 1993 durch die vielen Gäste aus den neuen Bundesländern. Aktuell besuchen bis zu 300 000 Personen im Jahr das Roßfeld.

1 000 Höhenmeter in einem Stück

Auch am Dienstag haben viele am Roßfeld die herrliche Landschaft bewundert. Für den Leiter des Staatlichen Bauamts Sebald König ist die Roßfeld-Höhenringstraße eine Herzensangelegenheit, wie er betonte. Auch Verbandsvorsitzender Marktbürgermeister Franz Rasp, der mit dem E-Bike in einer halben Stunde auf das Roßfeld geradelt ist, brach eine Lanze für den Erhalt der Straße und sprach davon, dass die Roßfeld-Höhenringstraße ideal in die neue Markenpositionierung passe. »Dass man mitten im Mai noch in die Schneeregionen kommen kann, ist ein Alleinstellungsmerkmal. Man muss das auch weiterhin kommunizieren«, so Rasp.

Der Bürgermeister erachtet das neue Höhenhinweisschild gerade für die Sportler als wichtig, die den Scheitel mit dem Fahrrad erreicht haben. »Schließlich ist das Roßfeld Deutschlands höchste Passstraße und einmalig. Nirgendwo in Deutschland kann man 1 000 Höhenmeter in einem Stück fahren«, erklärte Rasp.

Sebald König betonte auch die Barrierefreiheit und die Möglichkeit, dass Menschen mit Handicap ebenso ein großes Bergerlebnis genießen können. Um das Roßfeld zukunftsfähig zu gestalten, wurden seit 2009 über sechs Millionen Euro in etwa elf Kilometer Deckenbau, Sanierung der Spitzrinnen und Bordsteine, die Sanierung der Prielgrabenbrücke, Gehsteigkappen und Stützmauern investiert.

Mautautomaten bei Einbrechern beliebt

»Wir sind stark darauf angewiesen, dass für die Erhaltung der Straße auch Gelder hereinkommen«, so König. Um Personalkosten einzusparen, gibt es seit 2015 Maut-Automaten. Doch die zogen Verbrecher an, die für Sachschäden und Geldverluste gesorgt haben. »Darum werden die Kassen täglich geleert, es gibt Videoüberwachung und die ganze Mautanlage wurde einbruch- und damit vandalensicher gebaut«, erklärte der Leiter des Staatlichen Bauamtes Traunstein. Christian Wechslinger

Quelle: Berchtesgadener Anzeiger

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