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»Mehr Qualität, nicht Quantität«

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Kirchanschöring. Gut besucht war eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Freihandelsabkommen der Grünen in Kirchanschöring. Referentin und Landtagsabgeordnete Gisela Sengl sagte, die Verhandlungen über das TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) brächten sie in Rage, denn dabei würde die Öffentlichkeit praktisch ausgeschlossen. Vieles höre sich harmlos an, habe aber weitreichende Auswirkungen.


Das Versprechen des TTIP für mehr Handel gehe in die falsche Richtung, meinte Sengl, »denn wir brauchen nicht mehr Quantität, sondern mehr Qualität.« Es sei offensichtlich: »Die Konzerne wollen weniger Vorschriften hinsichtlich von Qualitätsstandards, denn Qualität bedeutet Kontrolle und die kostet Geld.« Es sei naiv, zu glauben, die Konzerne würden das freiwillig machen und dadurch ihre Profite schmälern, sagte Sengl. Bei der Agrogentechnik würden die Konzerne durch das Freihandelsabkommen Amerika als Umweg nehmen, um sie hier einzuführen.

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In der Diskussion meinte Leonhard Strasser, der Sprecher des Agrarbündnisses BGL/TS, beim TTIP gehe es nur um Gesetze und Standards, durch die laxere Regeln und Erleichterungen für Konzerne geschaffen würden. Albert Reiter sagte, die Gegner des Freihandelsabkommens sollten nach Alternativen suchen und diese der Öffentlichkeit vermitteln.

Gisela Sengl meinte, die gebe es schon, aber die große Politik halte an dem Abkommen fest. Die öffentliche Hand könnte hier Vorbild sein durch den Einkauf von regionalen Produkten. al

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