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Wintergarten und Kamin dürfen gebaut werden

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Inzell – Mehrere Bauanträge wurden in der jüngsten Sitzung des Inzeller Gemeinderates behandelt, die alle grünes Licht bekamen.


Eine Familie stellte einen Antrag zum Anbau eines Wintergartens sowie eines Edelstahlkamins an das bestehende Wohnhaus an der Kachelsteinstraße. Durch den Wintergarten mit einer Größe von rund 33 Quadratmetern soll der Wohnraum vergrößert werden. Auf der Südseite des Hauses soll ein überdachter Freisitz entstehen. Außerdem soll ein Edelstahlkamin errichtet werden, der einen Meter über das Hausdach hinausragt. Das geplante Bauvorhaben befindet sich innerhalb des Bebauungsplans Gschwall. Das gemeindliche Einvernehmen wurde einstimmig hergestellt.

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Weitere Antragsteller planen ergänzend zum bestehenden Wohnhaus mit Garage am Falkenseeweg eine Überbauung der Garage durch eine Einliegerwohnung. Die geplante überbaute Garage ist im Vergleich zur ursprünglich im Freistellungsverfahren genehmigten Garage um 1,10 Meter höher. Die Lage des Hauptgebäudes und des Garagengebäudes bleiben dabei unverändert. Das geplante Bauvorhaben liegt innerhalb des Bebauungsplans Gschwall Nord. Es wurde eine Abweichung von Abstandsflächen auf dem Grundstück sowie eine Abweichung vom erforderlichen brandschutzrechtlichen Abstand beantragt. Der Abweichung von den Abstandsflächen auf dem Grundstück stimmte das Gremium einstimmig zu.

Ebenso einstimmig bewilligt wurde der Bauantrag einer Familie. Die Antragsteller errichten derzeit ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung am Frillenseeweg auf Basis einer Genehmigungsfreistellung. Eine Baukontrolle durch das Landratsamt Traustein hat aber im Juli zum Baustopp geführt. Der Freisteller wurde für nichtig erklärt, denn die Wandhöhen wurden aufgrund der Gefälleverhältnisse auf dem Grundstück nicht entsprechend den Festsetzungen des Bebauungsplans eingehalten. Die Abweichungen vom Bebauungsplan berühren die Grundzüge der Planung, sodass eine nachträgliche Genehmigung mit Befreiung durch das Landratsamt nicht möglich war.

Planungsrechtlich sieht es nun so aus, dass nach umfangreichen Abstimmungsgesprächen eine Bebauungsplanänderung mit Änderung der textlichen Festsetzungen für die weitere Vorgehensweise auf den Weg gebracht werden konnte. Darin wurden die zu unbestimmten Festsetzungen der Höhenlage definiert. Vorgesehen wurde die ausnahmsweise Zulässigkeit von freiliegenden Kellergeschoßen unter den Voraussetzungen gestalterischer Vorgaben. Diese Änderung gilt für alle Parzellen des Baugebietes Gschwall Nord. Die ausnahmsweise Zulässigkeit ist genehmigungspflichtig und bedarf der Vorlage eines Bauantrags.

Schließlich ging es noch um einen Bauantrag zum Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses zwischen der Bundesstraße 306 und dem Birkenweg. Das Grundstück befindet sich im derzeit in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan Birkenweg Nord. Das gemeindliche Einvernehmen wurde einstimmig hergestellt, der Antrag wird nun an das Landratsamt weitergeleitet. hw