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Foto: Bergwacht Bad Reichenhall

67-Jährige stirbt im Aufstieg zum Zennokopf

Bad Reichenhall – Eine 67-jährige Urlauberin aus Mittelfranken ist am Mittwochmittag, 8. Juni, gegen 12.45 Uhr im Aufstieg von der Zwieselalm zum Gipfel des Zennokopfs (Chiemgauer Alpen) aufgrund einer akuten internistischen Erkrankung leblos zusammengebrochen. Vier Begleiter, die Reichenhaller Bergwacht und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« schafften es trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsversuche nicht, die Frau ins Leben zurückzuholen.


Die Wandergruppe aus Familienmitgliedern und Freunden hatte kurz vor dem Notfall noch eine kurze Pause gemacht, um sich zu stärken. Die Begleiter leisteten sofort Erste Hilfe, begannen mit Wiederbelebungsversuchen und setzten bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, die die Bergwacht und »Christoph 14« alarmierte.

Der Heli setzte nur wenige Minuten später mit der Winde den Notarzt am Einsatzort in rund 1.600 Metern Höhe ab. Danach holte die Besatzung am Staufenhof im Nonner Oberland zwei Bergretter ab, die die automatische mechanische Wiederbelebungshilfe des Reichenhaller Notarzteinsatzfahrzeugs mitgebracht hatten und den Notarzt bereits eine Viertelstunde nach Alarm bei der weiteren Versorgung am Zennokopf unterstützen konnten. Trotz der sofort in Gang gesetzten Rettungskette blieben die Bemühungen von Ersthelfern und Einsatzkräften erfolglos. Zwei weitere Bergretter und der Einsatzleiter standen am Landeplatz zur personellen Verstärkung bereit.

Die Besatzung des »Christoph 14«, welche ein Stück oberhalb der Einsatzstelle zwischengelandet war, flog die beiden Angehörigen zum Staufenhof hinunter. Die beiden weiteren Betroffenen gingen mit zwei zufällig vorbeikommenden Sanitäterinnen des Roten Kreuzes zu Fuß ins Tal zurück. Vier Berater des Kriseninterventionsdienstes (KID) der Bergwacht und der BRK-Bereitschaften kümmerten sich gemeinsam in der Bergrettungswache um die Betroffenen, informierten die weiteren Familienmitglieder und Freunde im Hotel in Bayerisch Gmain über den Todesfall und organisierten eine gemeinsame Verabschiedung. Ein Polizeibeamter nahm den Hergang auf. Gegen 16.00 Uhr traf der nachgeforderte Polizeihubschrauber ein, mit dem die Verstorbene aufgenommen und ins Tal geflogen wurde. Sechs Bergretter waren zum Teil bis 18.00 Uhr gefordert.

fb/red