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Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung, Gudrun Beil und die Vorstandschaft des Heimatkundevereins trafen sich vor der sanierten Denkmaltafel am Alten Rathaus. V.l.n.r.: Beisitzer Herbert Hofmann, 2. Vorsitzende Dr. Evi Jung, Kassierin Eva Knaus-Reinecker, Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung, Gudrun Beil, Schriftführer Andreas Hirsch, Vereinsvorsitzender Dr. Johannes Lang. Foto: Stadt Bad Reichenhall

Denkmal-Schilder auf dem Prüfstand – Relaunch der bekannten grünen Infotafeln

Bad Reichenhall – Sie kündigen unverkennbar ein Denkmal an, auch wenn man sich noch in einiger Entfernung befindet: dunkelgrüne, ovale, handgeschmiedete Schilder. Auf ihnen befinden sich wichtige Informationen zur Geschichte des jeweiligen Bauwerks, so etwa zum Namen des Gebäudes, zur Bedeutung, zu Baudaten und Architekten. So wie in vielen anderen deutschen Städten wurden auch in Bad Reichenhall in den 1970er- und 80er-Jahren derartige Tafeln angebracht, nachdem seinerzeit eine erste landesweite Erhebung von Denkmälern für den „Bayerischen Denkmalatlas“ erfolgt war.


Inzwischen sind die Schilder in die Jahre gekommen und befinden sich in einem teilweise restaurierungsbedürftigen Zustand, wie eine Sichtung durch Mitglieder der Vorstandschaft des Vereins für Heimatkunde, Andreas Hirsch und Herbert Hofmann, ergab. Dabei zeigte sich, dass nicht nur der Zustand der Tafeln erneuerungsbedürftig ist, sondern teilweise auch die sich darauf befindlichen Informationen einer Neubewertung bedürfen. Bei der Sichtung der Denkmal-Tafeln stellte sich auch heraus, dass bestimmte Schilder obsolet sind, neue Objekte hingegen dazukommen müssten und wieder andere Tafeln zu überarbeiten sind. Schließlich ist noch jene Gruppe an Schildern zu benennen, die einer fachmännischen Restaurierung zu unterziehen sind.

Der Vereinsvorsitzende, Dr. Johannes Lang, zugleich Stadtheimatpfleger, plädierte dafür, die bekannte und bewährte Form der Schilder zu belassen, da deren Anschaffung seinerzeit erhebliche Kosten verursacht hätten und die Gebäude dadurch schon von Weitem als Denkmäler ausgewiesen würden. Zudem sei eine Verwechslung mit Firmenschildern ausgeschlossen. Auch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege befürworte die handwerkliche Machart solcher Schilder und gebe diesen den Vorzug gegenüber den Varianten aus Glas oder Plastik.

In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den Denkmaleigentümern möchte der Verein für Heimatkunde die Denkmaltafeln innerhalb der Stadt nunmehr überprüfen und auf Vereinskosten sanieren, fallweise ergänzen und erneuern. Dieses auf einen fünfstelligen Euro-Betrag bezifferte Projekt wird den Verein über mehrere Jahre hinweg beschäftigen, weshalb sich der Verein über Spendengelder freut (IBAN: DE35 7105 0000 0000 0214 44, SWIFT-BIC: BYLADEM1BGL). Hermann Beil, Mitglied im Heimatkundeverein, hat kurz vor seinem Tod die Restaurierung der Denkmaltafel am Alten Rathaus angestoßen und finanziert. Postum konnte diese sanierte Tafel, die den Auftakt zu dem groß angelegten Projekt bilden soll, im Beisein Gudrun Beils, des Oberbürgermeisters Dr. Christoph Lung sowie der Vorstandschaft des Heimatkundevereins nun wieder an ihrem angestammten Platz angebracht werden.

fb/red