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Pater Kajetan wird demnächst versetzt. Zu seinem Abschied werden heilige Messen in der Ramsau und in Unterstein gefeiert. Er wird auch Exemplare seines Büchleins »Pilgerwege« dabei haben, die für eine freiwillige Spende erworben werden können. (Foto: Christian Wechslinger)

Abschied von einem beliebten Geistlichen – Gottesdienste mit Pater Kajetan in Ramsau und Unterstein

Berchtesgaden – Abschiede sind oft emotional und schmerzlich. Beim Franziskaner-Pater Kajetan ist das im Vorfeld besonders ausgeprägt. Der Geistliche möchte sich von seinen vielen Freunden in Berchtesgaden in aller Form verabschieden; bei der Einladung ist es allerdings zu Irritationen gekommen. Sein Abschied findet nicht wie gemeldet im Gasthaus »Unterstein« statt, sondern nach den heiligen Messen in den jeweiligen Pfarrheimen, für die Pater Kajetan mit verantwortlich war.


Am kommenden Samstag um 19 Uhr zelebriert Pater Kajetan eine heilige Messe in der Ramsauer Kirche »St. Sebastian«. Danach findet ein von Kirchenpfleger Manfred Weber organisierter Stehempfang im Pfarrheim statt. Am Sonntag wird die heilige Messe um 10 Uhr in der Kirche »Mariä Sieben Schmerzen« in Unterstein gefeiert.

Danach lädt der Pfarrverband zu einem Stehempfang ins Pfarrheim Unterstein ein, wo auch die Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Königssee aufspielt. Pater Kajetan Filipowicz wirkte über zehn Jahre in Berchtesgaden und wird nun wahrscheinlich in den Bregenzerwald versetzt. Zu seinem Abschied freut er sich auf viele Gäste. Der Pater hat bei mehreren Wirtshäusern, beim Hofbräuhaus, bei Bäckereien und einer Metzgerei nachgefragt, ob sie ihn unterstützen würden und viele Zusagen bekommen.

Für Kajetan ist der Abschied schwer, weil er nach Anlaufschwierigkeiten hier seine zweite Heimat gefunden hat. Vor seinem Weggang liegt ihm sehr am Herzen, dass die Menschen zusammenkommen und ein schönes Pfarrverbandsfest feiern. »Alle sind eingeladen, unabhängig von Glauben oder Konfession«, erklärt Pater Kajetan. Der möchte auch richtigstellen, dass die Einladung nach Unterstein nicht für das Gasthaus galt: »Da bin ich wohl falsch verstanden worden. Ich habe bei den Berchtesgadenern so viel gelernt, dass ich als Missionar nach Vorarlberg gehe«, meinte der Pater dazu.

cw

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