Allerheiligen im Ausnahmejahr

Bildtext einblenden
Pater Benno Skwara segnete die Gräber am Alten Friedhof. (Fotos: Bernhard Stanggassinger)
Bildtext einblenden
Die Massen an Gläubigen blieben heuer aus. Am Bergfriedhof war es gestern ruhig.

Berchtesgaden – Große Menschenansammlungen gab es in diesem Jahr an Allerheiligen nicht.


Sonst ziehen die Gläubigen an diesem Tag des Gedenkens in Hundertschaften durch den Talkessel und nehmen am Gräberumgang auf den Friedhöfen teil. In diesem Jahr wurde die Segnung der Gräber, wie angekündigt, nicht öffentlich bekannt gemacht, um das Infektionsrisiko an diesem Feiertag so gering wie möglich zu halten.

Anzeige

Es fehlte am gestrigen Sonntag die Festlichkeit, die Feierlichkeit. Keine Musik, kein Gräberumgang. Viele Gläubige trugen Alltagskleidung, viele hielten sich fern von den »Gotttesackern«, da ja »eh nix ist«. Die Gräber wurden dennoch für Allerheiligen gepflegt und fast auf jedem Grab brannte ein Grablicht.

Einigen war es auch ein Bedürfnis, an Allerheiligen im Laufe des Tages das Grab ihrer Verwandten zu besuchen und mit einem stillen Gebet inne zu halten.

Die Gräber wurden von den Geistlichen des Stiftslandes Berchtesgaden gesegnet. Am Alten Friedhof in Berchtesgaden segneten die Franziskaner-Pater die Gräber um die Mittagszeit. Sie hielten eine liturgische Feier vor dem großen Friedhofskreuz in der Mitte des alten Friedhofs ab. Von dort aus besprengte Pater Benno Skwara die Gräber mit Weihwasser und beräucherte sie mit Weihrauch. Zum Schluss spendete er den göttlichen Segen.

Bernhard Stanggassinger

Mehr aus Berchtesgaden
Einstellungen