Bildtext einblenden
Der Kinderadvent im Kurgarten ist noch im Aufbau.

Am Donnerstag öffnet der Berchtesgadener Advent – Kurgarten wird zum weihnachtlichen Kinderparadies

Berchtesgaden – Heuer soll es nach zwei Corona-bedingten Absagen endlich wieder klappen: Mit besinnlichen Klängen, Traditionshandwerk und ganz »vui Gfui« stimmt der Berchtesgadener Advent ab Donnerstag, 24. November, wieder in die »stade Zeit« ein.


Vor der historischen Kulisse des Berchtesgadener Ortskerns finden Besucher typische und besondere Weihnachtsgeschenke, backen Plätzchen in der Weihnachtsbäckerei und lauschen andächtig, wenn die Weihnachtsschützen in der Woche vor Heiligabend das Christkind mit Salutschüssen begrüßen.

Beim Organisationsteam des Berchtesgadener Advents hat man sich gut vorbereitet: Alle Lichterketten wurden auf sparsame LEDs umgestellt, Strom kommt von der hiesigen Watzmann Natur Energie, die ausschließlich Öko-Strom liefert. Neben Nachhaltigkeit wird Regionalität auf dem Berchtesgadener Advent großgeschrieben, denn den Marktbereich zieren erstmals ausschließlich bayerische Bio-Tannen. Der Glühwein kommt von einem Rosenheimer Produzenten. »Die Energiekrise stellt uns alle vor Herausforderungen. Der Berchtesgadener Advent wird aber wieder genauso stimmungsvoll und einzigartig sein wie in den Vorjahren. Besonders die Kinder dürfen sich auf viele neue Aktionen freuen«, verspricht Geschäftsführer Thomas Hettegger.

Zentrale Bedeutung auf dem liebevoll gestalteten Berchtesgadener Advent hat das traditionelle Handwerk. Neben Hühnersteigen, Leiterwagerl, Trompeten und Schubkarren im Miniaturformat findet sich auch das Oaschpfeifenrössl. Es gilt als Gallionsfigur der »Berchtesgadener War«. Das Oaschpfeiffenrössl und andere Motive begegnen den Besuchern auch als Blickfang im Großformat auf dem Weihnachtsmarkt.

Kinderbackstube und Zauberwald

Seit diesem Jahr warten im Berchtesgadener Kurgarten vorweihnachtliche Erlebnisse für Kinder: Pony, Esel, Hasen und Ziegen beobachten, im Mini-Karussell kreisen oder ein Familienfoto auf der historischen Kutsche schießen. Was beim Kinderbacken oder in der Kindermalwerkstatt in der warmen Pergola entsteht, darf mit nach Hause genommen werden. An anderen Tagen wird hier gelauscht, wenn Berchtesgadener Sagen erzählt werden oder der Kasperl auf seiner Bühne erscheint. Herzenswünsche – große und kleine – werden hoffnungsvoll in den Wunschbaum gehängt. Danach vielleicht noch ins Christbaumlabyrinth? 350 Fichten verwandeln den Schlossplatz in einen Weihnachtszauberwald.

Weihnachtliche Klänge und Brauchtum

Traditionelle Weisen, Hirtenspiele, Alphornbläser und weihnachtliche Lieder gehören in Berchtesgaden ebenso zur Vorweihnachtszeit wie Lebkuchen und Kerzen. Ein besonderer Höhepunkt sind die Turmbläser, die vom Glockenturm der Stiftskirche jeden Samstag und Sonntag um 14.30 Uhr für einen besonderen Moment sorgen.

Darüber hinaus gibt es Führungen mit der Nachtwächterin (freitags um 17 Uhr) oder mit einer Gästeführerin durch den historischen Markt (montags bis freitags um 11 Uhr). Mittwochs um 15.30 Uhr werden geführte Spaziergänge entlang des Emmaus-Wegs angeboten.

Angebote für alle Sinne

An den rund 50 Adventsständen gibt es neben herzhaften Spezialitäten und süßen Schmankerln auch jede Menge Handwerkskunst aus der Region. Und natürlich auch Glühwein. 10  000 Liter hat man sich heuer besorgt, ausgeschenkt hatte man in den Jahren vor Corona zwischen 20.000 und 30.000 Liter. »Aber wir haben ja die Möglichkeit zum Nachkauf«, sagt Thomas Hettegger, 1. Vorsitzender der Berchtesgadener Advent GmbH.

»In Zusammenarbeit mit der Berchtesgadener Tafel wird es heuer auch einen Wunschbaum geben«, erklärt Thomas Hettegger. Karten mit Herzenswünschen werden von Kindern und Hilfsorganisationen in den Wunschbaum gehängt. Wer einen Wunsch erfüllen möchte, nimmt einfach eine Karte mit und bringt das eingepackte, frankierte Päckchen wieder zum Baum im Kurgarten. Auch die Berchtesgadener Tafel braucht Unterstützung: Was benötigt wird, steht ebenfalls auf Wunschzetteln am Baum. Abzugeben sind die Lebensmittel in der Tourist-Info im AlpenCongress.

Wer nach dem Berchtesgadener Advent Ruhe sucht, bricht zum Emmaus-Rundweg auf. In rund einer Stunde geht es vorbei an Kirchen und Kapellen. 80 handgefertigte Laternen tauchen den Weg malerisch in stimmungsvolles Licht – mit einem einzigartigen Pano-ramablick auf die weihnachtlich dekorierten Dachgiebel im Ort.

Zum Auftakt des Berchtesgadener Advents laden die Aktiven Unternehmen Berchtesgadens gleich einmal zum verkaufsoffenen Sonntag am 27. November in den Markt ein. Die Geschäfte öffnen von 12 bis 17 Uhr, darüber hinaus gibt es im Markt einige musikalische Schwerpunkte. So spielt das Bläserquartett der Marktkapelle von 14.30 bis 15 Uhr in der Fußgängerzone. Anschließend lassen um 17 Uhr die Bischofswieser Alphornbläser auf dem Schlossplatz ihre Instrumente erklingen.

Öffnungszeiten des Berchtesgadener Advents: 24. November bis 31. Dezember (25. Dezember geschlossen); Bis 23. Dezember wochentags von 12 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 20 Uhr; ab 26. Dezember wochentags 12 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr; am 24. und 31. Dezember von 10 bis 15 Uhr.

fb/red

Mehr aus Berchtesgaden