weather-image
31°
Künstler Stefan Birkel bringt Gymnasiasten das Figurenzeichnen bei

Bewegung auf dem Blatt Papier

Berchtesgaden – Der Kunstkurs der Q11 des CJD-Gymnasiums traf sich kürzlich mit seinem Kunstlehrer Peter Karger und dem Maler Stefan Birkel zu einem Workshop in der Galerie »Ganghof«, die seit fünf Jahren betrieben wird und früher als Schreinerei genutzt wurde.

Tipps vom Profi: Der Künstler Stefan Birkel erklärte den CJD-Gymnasiastinnen das Zeichnen von Figuren. (Foto: privat)

Stefan Birkel stammt aus Reichenhall und ist einer der wenigen Maler in ganz Oberbayern, der von seiner Kunst leben kann. Seine Begabung für die Malerei zeigte sich schon im Kindesalter. 1993 fertigte er seinen ersten Drahtdruck an, bei dem er das Bild zweimal versetzt druckte, um einen Flimmereffekt zu erzielen. An seinem ersten »großen« Bild arbeitete er zwei Monate, an seinem aktuellen arbeitet er schon seit zwei Jahren. Er malt es für einen amerikanischen Sammler, der den Fasching in New Orleans mit Jazzmusik in einem Bild vereint sehen will. Stefan Birkel setzt dies um, indem er eine tanzende Menschenmenge darstellt. Er zeigt einen Beerdigungszug, aus dem bedeutende und mittlerweile verstorbene Musiker der Jazzszene herausragen. Auch wenn auf dem Bild ein scheinbares Durcheinander herrscht, gibt es ein gewisses Ordnungsprinzip, verschiedene Linien führen das Auge. Jede einzelne Figur ist geplant und musste davor genau skizziert werden, es existieren mehrere Zeichnungen, auf denen nur einzelne Figuren zu sehen sind. Auf dem eigentlichen Bild sind die Figuren mit bis zu drei Randlinien umrahmt, um Plastizität zu erzeugen. Und damit sprach er das eigentliche Thema des Workshops an: Figurenzeichnungen.

Anzeige

Dieses Thema war den Schülerinnen und Schülern wegen einer Schulaufgabe besonders wichtig. Stefan Birkel nannte viele verschiedene Arten, eine Figur bewegt darzustellen, erklärte ihre Wirkung und veranschaulichte sie mit Beispielen. Anschließend sollten die Schüler eine Figur seines Gemäldes nachmalen, bei dem er die Bewegung durch extreme Perspektive dargestellt hatte. Jedoch sollte die Figur nicht eins zu eins übernommen werden. Damit dies auch funktionierte, ging der Maler herum und gab den Schülern und Schülerinnen wertvolle Tipps. fb