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Bunter Start in den neuen Lebensabschnitt

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Berchtesgaden: Erster Schultag heuer wegen Corona anders – Schulbeginn im Talkessel
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Schwer bepackt ging es nach der Begrüßung in die Klassenzimmer. (Foto: Stanggassinger)

Berchtesgadener Land – Der erste Schultag gehört ganz den Kindern und ist dem neuen Lebensabschnitt gewidmet. Doch in diesen besonderen Zeiten musste auch dieser Tag anders gestaltet werden. Corona-bedingt durfte am Dienstag an vielen Schulen nur eine begrenzte Zahl an Personen an der Feierstunde teilnehmen. Auch auf die Klassenfotos musste in diesem Jahr verzichtet werden. Dennoch ließen es sich die Eltern, Schulleiter und Lehrkräfte nicht nehmen und bereiteten den Abc-Schützen einen tollen ersten Schultag.


In Marktschellenberg starteten gestern 15 Abc-Schützen in das Schulleben. Mit bunten Schultüten konnten sie im Pausenhof von Schulleiterin Irmela Leubner und der Klassenleitung begrüßt werden. Dank des guten Wetters konnten sogar drei Erwachsene an der kleinen Feierstunde teilnehmen. Im Anschluss ging es für die Erstklässler in das Schulgebäude. Der Unterricht endete an diesem Tag um 11.10 Uhr.

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Abstand wahren

An Corona angepasst war auch der erste Schultag in der Schneewinklschule von Schönau am Königssee, wo Schulleiterin Anita Weindl 51 Abc-Schützen in zwei Klassen begrüßen konnte. Damit die Abstände besser eingehalten werden konnten, traf man sich zunächst nicht in der Aula, sondern in der Turnhalle. Außerdem kamen die Klassen 1a und 1b zeitversetzt in die Schule. Das galt auch für die anschließende Segnung durch Pfarrer Herwig Hoffmann in der Pfarrkirche Unterstein. Erlaubt waren diesmal lediglich zwei Begleitpersonen pro Schüler.

Auch in der Ramsau fand die Feier des ersten Schultags in der Turnhalle statt. Michaela Hennecke, die die kommissarische Schulleitung übernommen hat, konnte gestern elf Erstklässler an der Grundschule Ramsau begrüßen. Sie werden gemeinsam mit elf Zweitklässlern in einer Klassengemeinschaft unterrichtet. Zwei Elternteile durften pro Schulanfänger bei der Feier dabei sein.

Nur zehn Dirndl und Buben sind in der Oberau in ihre Schulzeit gestartet. Die Erstklässler und ihre Eltern trafen sich um 8.30 Uhr vor dem Schulhaus und wurden von der Schulleitung und ihrer Lehrkraft sowie von den Kindern der 2. Klasse begrüßt. Anschließend begleitete die Klassenlehrkraft ihre Lerngruppe aus Erst- und Zweitklässlern ohne Eltern in das Klassenzimmer. Nach ihrem ersten, kurzen Unterricht nahmen die zehn Erstklässler mit ihren Eltern an einer Andacht in der Kirche teil.

Anders war auch der Start für die 42 Kinder an der Bacheifeldschule in Berchtesgaden Anstatt im großen Rahmen in der Aula empfangen zu werden, fand die Begrüßung durch die Schulleiterin Martha Kienzerle auf dem Pausenhof statt. Die Zweitklässler musizierten für die Neuankömmlinge und boten sogar ein lehrreiches kleines Sicherheitstraining für den Straßenverkehr an.

Um den Neuen und ihren Angehörigen eine etwas lockere Atmosphäre zu bieten, begann der erste Schultag für die beiden Klassen mit je 21 Schülern in zwei Etappen. Die Schultüten der Buben zierten Dinosaurier, Traktoren, Polizeiautos, Rennautos, Fußballspieler und vieles mehr. Die Tüten der Mädchen waren unter anderem mit Barbie-Motiven, einer Meerjungfrau, Einhörnern, verschiedenen Himmelskörpern und Herzen drapiert.

Die Eltern verrieten auch, was in den Schultüten steckt. Hier ging der Einfallsreichtum von Trinkflaschen, einem Wecker, T-Shirts, Spiele, Schulzeug bis hin zu Süßem. Wegen der derzeitigen Situation waren größere Ausflüge der Familien nicht angedacht. Vielmehr wollten die Eltern mit den Kindern Ausflugslokale rund um Berchtesgaden besuchen und dort Mittagessen. Später gibt es dann Kuchen und Eis.

Vorsichtig bleiben

In Bischofswiesen war der Schulhof mit einer Kette abgesperrt. Eltern und Abc-Schützen mussten an zwei Kontrollen vorbei, dann erst ging es in die Bischofswieser Turnhalle. Großeltern durften nicht dabei sein. Die Erwachsenen mussten Maske tragen, die Kinder nicht. Als Haus- und Hofmusiker bezeichnete Schulleiter Hans Metzenleitner den jungen Hansi Punz, welcher zur Begrüßung auf seiner Steierischen Harmonika aufspielte. Er bekam kräftigen Applaus.

Schulleiter Metzenleitner begrüßte Eltern, Schülerinnen und Schüler. »Habt ihr schon mal schlechte Träume gehabt?« »Ja«, schrien die Kinder. Der Schulleiter hatte in den letzten Wochen schlechte Träume gehabt, denn er träumte, dass am ersten Schultag wegen Corona niemand zur Schule kam. Deshalb ist dieses Jahr auch alles anders, deshalb durften Opa und Oma nicht mitkommen.

Die Erstklässler wurden in zwei Klassen mit jeweils 18 Schülern aufgeteilt. Metzenleitner stellte die beiden Klasslehrerinnen vor. Die Klasse 1 a übernahm Lehrerin Daniela Sedlaczek und die Klasse 1 b Monika Grießer.

Hans Metzenleitner wandte sich auch an die Eltern und bat um einen vorsichtigen Umgang in Bezug auf Corona. Denn die Schule soll nicht gleich wieder schließen müssen. Zum Schluss spielte Hansi Punz noch ein Stück und die Erstklässler gingen mit ihren Lehrerinnen in die Klassenzimmer. Gegen 11 Uhr war der erste Schultag in Bischofswiesen beendet. UK/av/kll/B.St/cw

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