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Die Gefahren des toten Winkels

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Alle Kinder waren von der Vorführung ebenso begeistert wie Schulleiterin Martha Kienzerle. (Foto: Christian Wechslinger)

Berchtesgaden – Die RVO (Regionalverkehr Oberbayern) hat kürzlich an verschiedenen Schulen ein Schulbustraining mit den Erstklässlern durchgeführt. Busfahrer Claus Grassl zeigte den Schülern der Bacheifeldschule, wie man sich an der Bushaltestelle richtig verhält. Er leitet seit 21 Jahren das Training.


»Wenn ich nur verhindert habe, dass ein Kind vor einer schweren Verletzung oder noch Schlimmerem verschont geblieben ist, hat sich mein Einsatz gelohnt«, sagt Claus Grassl. Der Busfahrer unterwies die Kinder mit einer entsprechenden Empathie, aber auch mit einer nötigen Strenge. An Beispielen machte er deutlich, wie viele tote Winkel ein Busfahrer hat.

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Im Weiteren hat er den Bus über einen Wasserkanister aus Plastik rollen lassen. Damit zeigte Grassl ihnen, welche Wucht ein zwölf Tonnen schwerer Bus hat. Der Busfahrer berichtete davon, dass vor zwei Wochen in Traunstein ein Kind von einem Bus angefahren wurde, weil es vor dem Bus zu seinen Eltern auf der anderen Straßenseite laufen wollte.

Dabei hat sich das Kind schwer verletzt. In den Vereinigten Staaten von Amerika wäre laut Grassl solch ein Unfall nicht möglich. Dort steht der Verkehr still, sobald ein Schulbus mit gelben Lichtern blinkt. cw

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