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Die Perscht in der Oberau

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Berchtesgaden (B.St.) – Die Nacht vor dem Hochfest Heilige Drei Könige ist eine Rauhnacht. Bereits am Vormittag war am Weißensteiner Weg in der Oberau die Perscht unterwegs. Vier Hexen kreischten und fegten um das Haus von Sepp Wenig.


Sie trugen Dirndlkleider, Kopftücher, hatten ein vermummtes Gesicht mit langen roten Nasen. Jede trug einen aus Daxerzweigen gebundenen Besen in der Hand. Die Hexen schauten nach dem Rechten. Wo es etwas zum Zusammenkehren gab, taten sie ihre Pflicht. Die vier Kinderhexen waren nur am Vormittag unterwegs. Mittags sollten sie zu Hause sein. Am Abend sind nach altem Brauch die Erwachsenen als Hexen unterwegs. Man sagt dem Hexenbrauch nach, dass in der Nacht die Oberperscht den Kindern den Bauch aufschneidet und das nicht aufgeräumte Spielzeug einnäht. (Foto: Bernhard Stanggassinger)
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