Die Perscht streift durch die Oberau

Bildtext einblenden
Foto: Bernhard Stanggassinger

Berchtesgaden – Die Perscht war am Vortag der Rauhnacht zum 6. Januar am Weißensteiner Weg in der Oberau unterwegs.


Leichter Schneefall und nebliges, trübes Wetter sorgten für eine mystische Stimmung, als drei Hexen plötzlich aus dem Nichts auftauchten. Der Brauch hat den Sinn, in und um die Häuser Ordnung zu schaffen. Denn man sagt, dass in der Nacht die Oberperscht den Kindern den Bauch aufschneidet und das nicht aufgeräumte Spielzeug einnäht. Ein Bub und zwei Dirndln trugen Dirndlkleider, Kopftücher und hatten ein vermummtes Gesicht sowie lange, rote Nasen. Sie marschierten mit Reisigbesen aus Richtung Gmerk hinunter in die Oberau. Ihr Ziel waren die umliegenden Bauernhöfe und Häuser. Dort schrien sie und schauten nach dem Rechten. Wo es etwas zum Zusammenkehren gab, taten sie ihre Pflicht. Die drei Kinderhexen streiften nur am Vormittag durch die Oberau. Am Abend waren Erwachsene als Hexen unterwegs.

fb/red

Mehr aus Berchtesgaden