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Doch kein »Flughafen Berlin« hinter dem Bahnhof

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Bald geht's los: Auf dem Salinenplatz hinter dem Bahnhof Berchtesgaden soll noch heuer eine Rollsportanlage entstehen. (Foto: Christian Wechslinger)

Berchtesgaden – Mit dem »Flughafen Berlin« hatte der Berchtesgadener CSU-Fraktionssprecher Josef Prex kürzlich den langsamen Planungsfortschritt bei der Rollsportanlage hinter dem Bahnhof verglichen (wir berichteten). Ganz so schlimm wird's nun doch nicht. Der Marktgemeinderat gab am Dienstag einstimmig grünes Licht für die Ausführungsplanung des Ingenieurbüros »BPR Dr. Schäpertöns Consult GmbH & Co. KG«.


Von den geschätzten Gesamtkosten der Anlage in Höhe von 425 000 Euro wird die Gemeinde Berchtesgaden lediglich 73 400 Euro übernehmen müssen. Denn das Investitionsprogramm »Soziale Integration im Quartier« fördert den Teilabschnitt Rollsportanlage (Gesamtkosten 322 000 Euro) mit 90 Prozent. Und das Bund-Länderprogramm fördert den Teilabschnitt Herstellung der Außenanlagen und Infrastruktur (Gesamtkosten 103 000 Euro) mit 60 Prozent.

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»Die Anlage ist zentral gelegen, gut erreichbar und ein echter Mehrwert«, betonte Bürgermeister Franz Rasp. Vor allem sei die Anlage für alle Alters- und Könnensstufen geeignet. Es gibt einen Skaterpark, eine Pumptrack und einen separaten Laufrad-Track für die ganz Kleinen.

»Wir wollen die Eröffnung zusammen mit den Skatern organisieren«, kündigte der Rathauschef an. Die wollen sich nach Informationen Rasps zu einen Rollsportverein zusammenschließen, damit man sich aus dem Verein heraus um die Anlage kümmern könne. Auch die Sozialpädagogin Juliane Rothaichner vom »Werk 34« will man von Anfang an einbinden, »damit es ein vernünftiges Miteinander gibt«. Weiterhin versprach Franz Rasp: »Wir werden schauen, dass die negativen Auswirkungen auf die Nachbarschaft von Anfang an minimiert werden.«

Von einem »nachhaltigen Konzept« sprach Jugendreferentin Franziska Böhnlein (CSU). Man habe sich viele Gedanken über die Gestaltung der Anlage gemacht, wofür sie sich bedankte. Franziska Böhnlein weiß, »dass die Jugendlichen bereits sehnlichst auf die Rollsportanlage warten«.

Die Auftragsvergabe erfolgte noch am Dienstag in nicht-öffentlicher Sitzung. Der Gemeinderat ermächtige den Bürgermeister, nach Vorliegen der Erlaubnis zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn, die Bauaufträge zu erteilen.

Ulli Kastner

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