Eröffnung des »Berchtesgadener Advents« am Donnerstag, 25. November – Neuer »Kinderadvent« im Kurgarten

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Nach der Pause im vergangenen Jahr soll der »Berchtesgadener Advent« in diesem Jahr wieder stattfinden. (Archivfoto: Bernhard Stanggassinger)

Berchtesgaden – Heißer Glühwein, Bosna und Schnee auf den Bergen – es dauert nicht mehr lange, dann wird der »Berchtesgadener Advent« eröffnet. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren. Der »Berchtesgadener Anzeiger« hat sich deshalb mit Kathrin Staudinger vom Organisationsteam getroffen, um über den Kinderadvent, neue Standln und die Verlegung des Pferdekutschenbahnhofs zu sprechen.


»Wir haben vom Ordnungsamt das Okay bekommen«, sagt Kathrin Staudinger lächelnd. Von kommunaler Seite spricht deshalb nichts gegen die Durchführung des Advents, auch das Staatsministerium hat vor wenigen Tagen angekündigt, dass Christkindlmärkte in diesem Jahr wohl wieder stattfinden können. »Das freut uns natürlich sehr«, sagt Staudinger. Welche Regeln im Dezember gelten werden, ob der Zugang allen ermöglicht wird oder gewisse Voraussetzungen – wie beispielsweise die 3 G-Regel – erfüllt werden müssen, steht derzeit noch nicht fest. »Wir werden jedenfalls alle Maßnahmen ergreifen, die dann gefordert werden«, so Staudinger.

Premiere für den neuen Kinderadvent

Völlig neu geplant hat das Team den Kinderadvent, der heuer erstmals im Kurgarten stattfinden wird. Auf der Kiesfläche neben der Pergola wird ein 12 Meter langer Kinderzug im Kreis fahren, auch ein Kinderkarussell wird aufgebaut. »Das Backen und Basteln verlegen wir vom Gasthaus »Neuhaus« in die Pergola im Kurgarten«, erzählt Staudinger. Diese wird weihnachtlich geschmückt. Auch Anna Glossner wird Teil des Kinderadvents, sie erzählt den Kleinen Geschichten über Berchtesgaden und das Brauchtum. »Wir wollen eine tolle Atmosphäre schaffen, deshalb werden die Kinder auf Strohballen und Fellen sitzen.«

Auch Enten, Mini-Shetlandponys, Hasen und zwei Zwergesel sollen für leuchtende Kinderaugen sorgen. Ihre Ställe werden auf der Grünfläche errichtet. Einen Landwirt zu finden, der seine Tiere für den Berchtesgadener Advent zur Verfügung stellt, sei gar nicht so leicht gewesen. »Immerhin müssen die Tiere ja auch gefüttert und die Ställe ausgemistet werden«, erklärt Kathrin Staudinger.

Während die Kinder Karussell fahren, backen oder die Esel streicheln, können sich die Eltern an zwei Standln im Kurpark mit Getränken und Speisen versorgen. »Den Verpflegungsstand übernimmt Sophie von ›Sophie's Café‹ – und wie ich sie kenne, wird sie sich sicher wieder etwas Besonderes ausdenken.«

100 Biofichten

Die Verantwortlichen wollen alleine im Kurgarten über 100 Fichten aufstellen. »Wir haben sie bei einer heimischen Gärtnerei bestellt und darauf geachtet, dass es Biobäume sind.« Apropos Bäume, auf ein neues Projekt ist Kathrin Staudinger besonders gespannt: den Wunschbaum. In der Pergola wird ein ungeschmückter Baum aufgestellt, vor allem die Kinder können dann auf bereitgestellten Karten ihre Wünsche notieren oder malen und die Karten an den Baum hängen. »Es ist egal, ob es sich um etwas Materielles oder Immaterielles handelt«, sagt Staudinger. Besucher haben die Möglichkeit, die Wünsche zu lesen und diese zu erfüllen. »Auf den Karten werden Nummern stehen, die Verfasser können ihre Daten bei uns hinterlassen. Wenn jemand wirklich einen Wunsch erfüllen will, kann er das Geschenk bei uns abgeben und wir leiten es dann weiter.«

Labyrinth am Schlossplatz

Das Christbaumlabyrinth wird im Übrigen auch in diesem Jahr auf dem Schlossplatz aufgebaut. »Wir haben lange überlegt, uns aber schließlich dazu entschieden, es an gewohnter Stelle zu errichten.« Grund dafür sei, dass die Eltern so an den Standln am Schlossplatz verweilen könnten und den Kindern trotzdem etwas geboten sei. Auf Anordnung des Ordnungsamtes musste auch der Pferdekutschenbahnhof vom Schlossplatz an den Kurgarten verlegt werden. »Gerade an den Wochenenden war immer sehr viel los und am Torbogen wurde es eng.« Die Kutsche wird deshalb auch nur noch auf der Maximilianstraße fahren.

Der »Berchtesgadener Advent« präsentiert in diesem Jahr auch drei neue Standln: Im Bereich Torbogen wird die »Knödelwerkstatt« von Richard und Anja Renoth süße und salzige bayerische Spezialitäten anbieten. In der Metzgerstraße können sich die Besucher künftig auf Bienen-Produkte von Martin Hallinger freuen. »Es wird erstmals auch echte Bienenwachskerzen geben«, schwärmt Staudinger.

Zu guter Letzt wird der Drechsler Rudi Grassl einen Stand am Weihnachtsschützenplatz übernehmen. »Rudi Grassl arbeitet schon seit vielen Jahren mit uns zusammen und hat auch die lebensgroßen Engel gemacht.« Die letzten Jahre über habe er einen Stand am Salzburger Christkindlmarkt betrieben, 2021 wird er seine Arbeiten nun in Berchtesgaden anbieten. »Mit diesen drei neuen Standlbetreibern ist unser Sortiment noch ein Stück weit regionaler geworden«, resümiert Staudinger.

Um das Thema Regionalität dreht sich auch die diesjährige Glühweinwahl: »Der weiße Glühwein kommt von einem bayerischen Betrieb, das wollen wir nun auch bei dem roten umsetzen.« Man sei diesbezüglich schon in Gesprächen.

Fotopoint

Und noch etwas ist neu: Der Fotopoint im Kurgarten. »Besucher werden vor einem besonderen Motiv ein Foto machen können, um dieses auf Social Media zu posten.« Zur Wahl stehen aktuell eine Kutsche oder eine Figur der Berchtesgadener War, »das müssen wir uns noch überlegen«.

Kathrin Staudinger hofft insbesondere, dass der Kinderadvent gut ankommt. »Das ist heuer der Probelauf.« Sollte er bei den Besuchern großen Anklang finden, wird er wohl auch in den nächsten Jahren in ähnlichem Rahmen umgesetzt. Lena Klein

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