Expertengremium unterstützt Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden

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Der neue Fachbeirat (v.l.): Jens Badura (berg_kulturbüro und creativeALPS), Prof. Kurz Luger (Universität Salzburg, Inhaber UNESCO-Lehrstuhl für Kulturelles Erbe und Tourismus), Dr. Bartl Wimmer (1. Vorsitzender Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden), Johannes W. Hofmann (Vorsitzender DEHOGA Berchtesgadener Land), Teresa Hallinger (Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden, Abteilungsleitung Destinationsmanagement), Dr. Günther Penetzdorfer (CEO Metapublic-Releations), Michael Wendl (Geschäftsleiter Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden), Sylvia Steinmann (Geschäftsleitung Swiss Life), Hannes Rasp (Bürgermeister Schönau am Königssee und 2. Vorsitzender Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden), Manfred Brennecke (Mitgründer Arc Architekten), Claudia Schülein (Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden, stellvertretende Leitung Destinationsmanagement). (Foto: Bergerlebnis Berchtesgaden)

Berchtesgaden – Ein neu gegründeter Fachbeirat soll künftig den Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden bei seinen Entscheidungen unterstützen. Zur ersten Sitzung trafen sich die Mitglieder am vergangenen Wochenende im Talkessel, wie der Zweckverband gestern mitteilte. Der siebenköpfige Beirat vereint eine anerkannte Fachexpertise aus den Bereichen Tourismusforschung, Mobilität, Informationstechnologie und Gastgewerbe.


Verbandsvorsitzender Dr. Bartl Wimmer hatte sich bereits zu Beginn seiner Tätigkeit für die Etablierung eines Fachbeirates stark gemacht. Er begrüßte im AlpenCongress gemeinsam mit dem 2. Verbandsvorsitzenden Hannes Rasp, Geschäftsleiter Michael Wendl und Teresa Hallinger, Abteilungsleiterin Destinationsmanagement, die geladenen Gäste zu einem ersten persönlichen Zusammentreffen in Berchtesgaden.

Mit dem neu geschaffenen Expertengremium strebt der Zweckverband laut Pressemitteilung »einen offenen Diskurs und Meinungsaustausch rund um die Themen an, die Bevölkerung und Gäste in der Region aktuell und in Zukunft beschäftigen«. Verbandsvorsitzender Dr. Wimmer erläutert die Schwerpunkte der Diskussionen: »Ohne eine funktionierende Verkehrs- und Mobilitätssituation kommen wir nicht weiter. Auch das Thema Wohnen ist für das touristische Überleben notwendig. Ich erwarte, dass die Ressource der Zukunft Mitarbeiter sind, nicht notwendigerweise Geld. Dazu gehören Aus- und Fortbildung, aber eben auch bezahlbarer Wohnraum.« Auch die Struktur der Beherbergungsbetriebe und der Erhalt einer ausgeglichenen Mischung aus Privatvermietern, Ferienwohnungen und Hotels sei essenziell für den Erfolg der touristischen Region, so Dr. Wimmer.

Im Fachbeirat soll es nicht nur bei einem Meinungsaustausch bleiben. Ziel sei es, gemeinsam an konkreten Lösungsvorschlägen zu arbeiten, damit die Zukunft proaktiv gestaltet werden kann. Dr. Günther Penetzdorfer präsentierte zur Mobilität einen Lösungsansatz aus dem angrenzenden Salzburg: »Mit der Etablierung eines On-Demand-Bussystems starten wir im Frühjahr 2022. Ziel ist es, den Individualverkehr aus 17 Gemeinden im Salzkammergut in den Großraum Salzburg deutlich zu reduzieren. So ein Modell ließe sich auch für Berchtesgaden entwickeln.« Der Freitagnachmittag wurde für eine intensive Analyse der aktuellen Situation im Talkessel genutzt und diente einem ersten, sehr offenen Gedankenaustausch. Nicht zu kurz kam dabei auch die Situation der Einheimischen. »Wenn der Einheimische mit den Touristen konkurriert, muss gegengesteuert werden«, erläuterte Prof. Dr. Kurt Luger.

Abends waren die Fachbeiräte im »Kulturhof Stanggass« zu Gast, am Samstag tagten die Experten bei herrlichem Herbstwetter in St. Bartholomä. »Ich sehe in Berchtesgaden mehr Chancen als Probleme«, resümierte IT-Expertin Sylvia Steinmann am Schluss der Sitzung. Architekt Manfred Brennecke freut sich auf die weitere Arbeit im Fachbeirat: »Ein spannender Austausch in einer fast familiären Atmosphäre.«

Abschließend wurden konkrete »Hausaufgaben« als Vorbereitung für ein nächstes Treffen verteilt. »Wir werden uns zukünftig im Abstand von einem halben Jahr in Berchtesgaden treffen«, plant Verbandsvorsitzender Dr. Wimmer die zukünftige Zusammenarbeit.

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