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Fronleichnam mit Abstand und Mundschutz

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Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob spendete in der Stiftskirche den Eucharistischen Segen. (Fotos: Bernhard Stanggassinger)

Berchtesgaden – Wie überall, fielen auch im Berchtesgadener Land am gestrigen Fronleichnamstag die Prozessionen aus. Stattdessen spendeten die Pfarrer in den Kirchen den Eucharistischen Segen. So auch in der Berchtesgadener Stiftskirche durch Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob.


Den Fronleichnam-Festtag kündigte bereits um 6 Uhr die Weihnachtsschützengesellschaft Oberherzogberg mit mehreren Schüssen aus ihrer großen Salutkanone an. Die Türme der Stiftskirche waren beflaggt, der Eingang der Stiftskirche mit Buchenzweigen geschmückt. Vor den Altarstufen hatte man Prangstangen vom Salzbergwerk mit dem Hl. Sebastian, dem Hl. Rupert und dem Hl. Bartholomäus aufgestellt. Eine Fahne vom Salzbergwerk mit dem Hl. Rupert war vor den Chorstühlen an der Männerseite befestigt.

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Im Altarraum stand die nur zum Teil renovierte Bauernmadonna. Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob vertröstete auf nächstes Jahr, da wird sie fertig renoviert sein. Geschmückt war sie mit zwei Krügen, links und rechts ebenfalls mit Zweigen von Buchen.

Viele der sonst mitgetragenen Zunftmonstranzen blieben in der Sakristei. Der Hochaltar war geschmückt mit einer großen Hostie über einem Kelch. Das nur an Festtagen aufgestellte Festantependium war ebenfalls angebracht. Zur Bewahrung der Sicherheitsabstände hat man alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen. Desinfektionsspray und der Eintrag in einen Zählzettel lagen auf. Der Einlass der Kirchenbesucher war nur mit Mundschutz gestattet und die Plätze wurden zugewiesen.

Im Beisein von vielen Ministranten (alle mit Mundschutz) zelebrierte Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob den Festgottesdienst. In seinen Grußworten sagte der Pfarrer, dass es das Wetter an diesem Tag eigentlich ermöglicht hätte, einen Gottesdienst beim Salzbergwerk zu feiern und eine Prozession zur Stiftskirche abzuhalten. »Jetzt sind es andere Gründe als das Wetter, die uns davon abhalten«. In seiner Predigt ging der Pfarrer mit Beispielen aus dem Alten Testament auf die Bedeutung des Allerheiligsten ein. Am Ende des Gottesdienstes wurde das Allerheiligste ausgesetzt und der Geistliche trug singend die Fürbitten vor. Es folgte der Eucharistische Segen. Bernhard Stanggassinger

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