Für herausragende Verdienste um die Umwelt: Dr. Hubert Zierl bekommt Staatsmedaille verliehen

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Dr. Hubert Zierl (r.) erhielt für sein Engagement die Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt. Überreicht wurde diese von Umweltminister Thorsten Glauber. (Foto: Ministerium)

Berchtesgaden – Dr. Hubert Zierl, ehemaliger Leiter des Nationalparks Berchtesgaden, hat am Dienstag von Umweltminister Thorsten Glauber die Bayerische Staatsmedaille für herausragende Verdienste um die Umwelt überreicht bekommen.


Die Bayerische Staatsmedaille für herausragende Verdienste um die Umwelt ist die höchste Auszeichnung, die der Freistaat auf diesem Gebiet zu vergeben hat. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte: »Der Schutz der Lebensgrundlagen hat in Bayern höchste Priorität. Der spürbare Klimawandel, der Erhalt der Artenvielfalt und unserer vielfältigen Naturheimat sind die großen Herausforderungen der Gegenwart. Der Freistaat geht hier kraftvoll voran. Nur gemeinsam können wir unsere wunderbare Welt mit all ihren Naturschätzen und Ressourcen für künftige Generationen bewahren. Dazu braucht es Menschen, die sich leidenschaftlich und ausdauernd für die faszinierende Vielfalt von Landschaften, Tieren und Pflanzen einsetzen, ihr Wissen weitergeben und andere mit ihrer Begeisterung anstecken. Die Umweltmedaille des Freistaates Bayern ist ein sichtbares Zeichen der Anerkennung und des Dankes. Wir ehren damit Persönlichkeiten, die sich mit ihrem vorbildlichen Engagement in herausragender Weise um Natur-, Umwelt- und Klimaschutz verdient gemacht haben. Ich gratuliere den Preisträgern und bedanke mich für ihren großartigen Einsatz.«

Zu diesen Preisträgern zählt auch Dr. Hubert Zierl. Glauber sagte in seiner Laudatio: »Die Geschichte unseres Nationalparks Berchtesgaden ist Ihre Geschichte. Ohne Ihre Visionen und Ihr großes Engagement hätten wir dieses Naturjuwel niemals in dieser Form etablieren und weiterentwickeln können.« Dr. Hubert Zierl war über 20 Jahre der Leiter des Nationalparks Berchtesgaden. In dieser Zeit entstanden die wissenschaftliche Veröffentlichungsreihe, der kommunale Nationalparkausschuss und die ersten geografischen Informationssysteme. Auch das Informationsstellensystem mit dem Nationalpark-Haus in Berchtesgaden entstand unter seiner Leitung.

»Herr Zierl, Sie haben bereits Anfang der 1990er- Jahre entschieden, dass der Windwurf aus den Frühjahrsstürmen nicht aufgearbeitet wird. Damit haben Sie den Grundstein für das große Zukunftsthema ›Natur Natur sein lassen‹ gelegt. Darüber hinaus unterstützen Sie als Gründer und ehrenamtlicher Vorsitzender den Verein Freunde des Nationalparks Berchtesgaden und damit viele Projekte im Sinne der Kernidee Ihres Vereins. Von Ihrem enormen Fachwissen profitieren auch die Menschen bei Ihren unentgeltlichen Exkursionen im Rahmen von ›BayernTourNatur‹, bei Fachvorträgen oder im Arbeitskreis Forschungsgeschichte.«

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