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Im Altenwohnheim »Martin-Beer-Haus« stehen 54 Appartements für ältere Mitbürger zur Verfügung. (Foto: Ulli Kastner)

Gemeinde unterstützt Bruderhausstiftung mit 350.000 Euro

Berchtesgaden – Mit 350.000 Euro aus dem Gemeindesäckel unterstützt die Marktgemeinde Berchtesgaden im Jahr 2022 die Bruderhausstiftung Berchtesgaden. »Ich bin der Meinung, dass uns die Stiftung das Geld wert sein soll«, sagte Marktbürgermeister Franz Rasp am Dienstag im Gemeinderat. Die Gemeinderäte sahen es genauso und verabschiedeten einstimmig die Haushaltssatzung 2022.


Die selbstständige Bruderhausstiftung Berchtesgaden wird von der Gemeinde Berchtesgaden verwaltet. Sie betreibt und unterhält das Altenpflegeheim »Bürgerheim« und das Seniorenwohnheim »Martin-Beer-Haus«. Aufgenommen werden laut Satzung »alte, bedürftige oder minderbemittelte Bürger aus Berchtesgaden und soweit noch Plätze vorhanden sind, solche aus den umliegenden Gemeinden«.

Der Haushaltsplan 2022 der Bruderhausstiftung schließt im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit rund 2,9 Millionen Euro, im Vermögenshaushalt schlagen etwa 159.000 Euro zu Buche. Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen. Laut Kämmerer Andreas Hofreiter liegen die Einnahmen aus den Heimgebühren der aktuell 44 Heimbewohner im Bürgerheim bei knapp 2 Millionen Euro, andererseits erhöhen sich die Personalkosten um 127.000 Euro auf knapp 1,8 Millionen Euro. Der Fehlbetrag im laufenden Haushaltsjahr wird mit rund 444.000 Euro angesetzt.

Das Altenwohnheim »Martin-Beer-Haus«, in dem 53 Appartements zur Vermietung an ältere Mitbürger zur Verfügung stehen, erwirtschaftet unter Berücksichtigung der kalkulatorischen Kosten voraussichtlich einen Fehlbetrag von 41.000 Euro. Im Martin-Beer-Haus kalkuliert man mit Mieteinnahmen in Höhe von 285.000 Euro.

Die Marktgemeinde gibt einen Zuschuss in Höhe von 350.000 Euro, um die Finanzierung der Stiftung sicherzustellen. Die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt bezifferte Kämmerer Hofreiter auf rund 159.000 Euro. Die Rücklagen werden laut Kalkulation zum Ende des Jahres bei circa 95.000 Euro liegen. Der Schuldenstand in Höhe von 1,39 Millionen Euro zum Jahresende wird sich auf 1,1 Millionen Euro beim »Martin-Beer-Haus« und 292.000 Euro beim Bürgerheim verteilen.

Ulli Kastner

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