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Homepage für Impfzentrum noch nicht in Betrieb – Landkreis wartet auf weiteren Impfstoff

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Impfstoff
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Eine Mitarbeiterin im Städtischen Klinikum Dresden hält ein Injektionsfläschchen mit dem Impfstoff gegen Corona in den Händen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa

Berchtesgadener Land – Zäh wie im ganzen Land lief auch im Landkreis Berchtesgadener Land die Impfaktion gegen Covid-19 an. Seit dem 29. Dezember wurden im Berchtesgadener Land bislang lediglich 750 Impfungen verabreicht und dabei konzentrierte man sich auf Senioreneinrichtungen und medizinisches Fachpersonal. Nun mangelt es an Impfstoff und das Impfzentrum in Ainring ist noch nicht einmal in Betrieb genommen. Auf der angekündigten Webseite des Impfzentrums (www.impfzentrum-bgl.de) heißt es lediglich: »Die Seite ist aktuell im Aufbau« – keine weiteren Informationen, keine Anschrift, keine Telefonnummer, keine E-Mail-Adresse.


Optimistisch hatte sich Landrat Bernhard Kern noch vor den Weihnachtsfeiertagen gezeigt. »Das Impfzentrum steht bereit«, verkündete er stolz. Mit Unterstützung von mobilen Impfteams sollten nun täglich bis zu 480 Personen geimpft werden. Für den Landrat habe damit »die letzte Phase der Corona-Pandemie begonnen«. Die Realität aber hat die Gesellschaft inzwischen eingeholt, Deutschland wartet auf den Impfstoff. Auf der Suche nach Informationen tappt der Bürger weiter im Dunkeln.

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Auf Nachfrage der Redaktion ist auch aus dem Landratsamt nichts Näheres zu erfahren. Man wolle nur »gesicherte Informationen« weitergeben und im Zweifelsfall zuerst beim Gesundheitsamt nachfragen. Und das kann dauern. Inzwischen hat sich der 7-Tage-Inzidenzwert innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt. Das Infektionsgeschehen dauert also trotz eines harten Lockdowns an. Auf Bundesebene wie auch im Landkreis Berchtesgaden heißt es dazu: »Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.«

In der letzten Presseaussendung des Landratsamtes vom vergangenen Freitag hatte das Landratsamt bereits mitgeteilt, dass wegen der relativ geringen zur Verfügung stehenden Impfstoffmenge Impfungen bei Über-80-Jährigen, die nicht in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden, frühestens Ende Januar 2021 durchgeführt werden. Daher seien Terminvereinbarungen für das Impfzentrum aktuell noch nicht möglich. Das Landratsamt will nach eigenen Angaben aber noch im Januar die Gruppe der Über-80-Jährigen durch ein Anschreiben umfassend informieren. »Termine im Impfezentrum werden dann umgehend angeboten, wenn gewährleistet werden kann, dass ausreichend Impfstoff vorhanden ist und die Impfungen verlässlich durchgeführt werden können.«

gsp/UK

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