Impfzentrum in Berchtesgaden schließt

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Hausärzte, wie hier eine Praxis in der Nähe des Berchtesgadener Bahnhofs, übernehmen mittlerweile den Großteil der Impfungen. Lange Warteschlangen inklusive. (Foto: Kilian Pfeiffer)

Berchtesgaden – Das Impfzentrum in Berchtesgaden wird Ende Juni geschlossen. Dann endet der Mietvertrag des Landkreises mit dem AlpenCongress in Berchtesgaden, wie die Pressesprecherin des Landratsamtes, Alexandra Rothenbuchner, auf Nachfrage bestätigt.


Hausärzte führen im südlichen Landkreis bereits jetzt mehr Impfungen durch als Impfärzte in der Außenstelle. Für den Betrieb des Impfzentrums in Ainring hingegen gibt es seitens der Regierung von Oberbayern eine Zusage bis Ende September.

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Der Grund für das Ende des Berchtesgadener Impfzentrums: Nach dem Willen der bayerischen Staatsregierung sollen bis dahin die Hausärzte im Landkreis den Großteil der noch ausstehenden Impfungen durchführen. Im Einzugsgebiet der Stelle in Berchtesgaden werden momentan primär Personen mit normaler Priorisierung (Stufe 4) geimpft, heißt es aus dem Landratsamt. Damit die Hausärzte in der Lage sind, mehr Impfungen verabreichen zu können, wurde die Zuteilung des Impfstoffes für die Impfzentren beschränkt. Dadurch könne die maximale Auslastung in der Außenstelle nicht mehr erreicht werden. Bis zu 200 Bürger könnten in Berchtesgaden pro Tag geimpft werden, wie Micha Thomas, Ansprechpartner im Landratsamt für die Impfzentren, kurz vor Eröffnung im März mitteilte. Die Maximalzahl an Impfungen wurde allerdings nur selten erreicht.

Ein Blick auf die Impfzahlen gibt Aufschluss: In der vergangenen Woche wurden in der Außenstelle Berchtesgaden 633 Personen geimpft. Seit Inbetriebnahme im März waren es insgesamt 5 488 Personen. Gerechnet mit 65 Öffnungstagen seit Eröffnung behandelten die Impfärzte pro Tag rund 84 Personen. In Anbetracht der Gesamtsituation und der Möglichkeit, die Impfung nun auch bei einem Hausarzt zu erhalten, werde die Außenstelle zum 30. Juni hin schließen, informiert Pressesprecherin Alexandra Rothenbuchner.

Anders ist die Lage beim Impfzentrum in Ainring, das pro Tag für bis zu 750 Impfungen – im Maximalfall – ausgelegt ist. Derzeit gibt es seitens der Regierung von Oberbayern eine Zusage, wonach das Impfzentrum bis 30. September betrieben werden soll. »Es ist aber davon auszugehen, dass die tatsächliche Betriebsdauer stark vom weiteren Fortschritt der Impfkampagne abhängig ist«, so Rothenbuchner. In der vergangenen Woche wurden in Ainring 2.534 Menschen geimpft. Seit der Inbetriebnahme des Impfzentrums hat das medizinische Personal dort 27.240 Impfungen durchgeführt.

kp

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