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Für die Anwohner und Gäste beim Bahnübergang »Achental« wird es nun keine richtige Lösung geben. Der Bahnübergang bleibt aus Platzmangel unverändert.

In zwei Wochen könnten die Bauarbeiten zwischen Bahnhof und Gmundbrücke starten

Berchtesgaden – Mit rund 600 mächtigen Bohrpfählen will das Staatliche Bauamt Traunstein das beim Unwetter am 17. Juli letzten Jahres auf 300 Metern Länge abgebrochene Stück der Bundesstraße 305 zwischen Bahnhof und Gmundbrücke sichern. Das Projekt, das mit ersten Vorarbeiten bereits in zwei Wochen beginnen könnte, ist Teil der Straßeninstandsetzung auf einer Gesamtlänge von 1,1 Kilometern. Während der für die Planer und Baufirmen herausfordernden Bauarbeiten wird es großteils eine Einbahnregelung in Richtung Gmundbrücke geben. Nur in der Hauptsaison soll der Verkehr in beide Richtungen fließen.


Rund acht Monate nach dem schlimmen Unwetter soll nun innerhalb eines Jahres nicht nur die weggeschwemmte Stützmauer erneuert werden, sondern das Staatliche Bauamt will auch die seit rund zehn Jahren geplante Instandsetzung der Bundesstraße 305 zwischen Gmundbrücke und Bauhof endlich realisieren, wie Baudirektor Martin Bambach zusammen mit Andreas Rupp vom gleichnamigen Bad Reichenhaller Ingenieurbüro gestern im Rahmen eines Pressegesprächs erläuterte. Aus technischer Sicht herausfordernd ist vor allem die Erneuerung der Stützmauer, die laut Bambach unbedingt notwendig ist, wenn man für weitere Hochwasser in der Ache gerüstet sein will. Hier kommen zwei Großbohrgeräte zum Einsatz, um eine sogenannte überschnittene Bohrpfahlwand zu errichten. Sie besteht aus 600 Bohrpfählen mit einer Länge von 12 bis 16 Metern und einem Durchmesser von 90 Zentimetern. Auf ihnen sitzt später der sogenannte Bohrkopfbalken, auf dem wiederum die Stützmauer angebracht wird.

In der Hauptsaison keine Einbahnregelung

Für den Bau dieser aufwendigen Konstruktion wird viel Arbeitsraum benötigt, weshalb bis in den Sommer hinein nur eine Fahrspur auf der B 305 nutzbar sein wird. »Wir werden also vermutlich ab Mitte März rund drei oder vier Monate lang hier wieder eine Einbahnregelung haben«, prognostizierte Bambach gestern. Das habe aber auch im letzten Sommer nach dem Unwetter eigentlich gut funktioniert. Dennoch will man die Straße nach Fertigstellung der Bohrpfahlwand in der Hauptsaison vor allem auf Wunsch der Marktgemeinde Berchtesgaden in beide Richtungen frei geben – ganz nach dem Motto »Verkehrsführung hat Priorität vor Bauzeit«.

Die aktuell auf dem provisorischen Gehweg verlegten Leitungen von Telekom und Bayernwerk sollen nach derzeitigem Bauzeitplan bereits ab 14. März verlegt werden, um Platz für die Hauptarbeiten, die am 4. April beginnen könnten, zu schaffen. Sollte es tatsächlich so kommen, dann gäbe es bereits ab 14. März eine Einbahnregelung. »Je früher wir damit beginnen, desto eher sind wir im Sommer mit diesem Bauabschnitt durch und können die Straße in beide Richtungen frei geben«, sagte Bambach... 

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der heutigen Donnerstagsausgabe (3. März) des Berchtesgadener Anzeigers.

Ulli Kastner

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