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Die Lose sind schon gedruckt für die Adventskalender-Aktion von »Berchtesgaden Hilft«. Schriftführerin Christina Brandner und 2. Vorsitzender Sepp Obraczka freuen sich schon. (Foto: Sandra Homann)

Jedes Los ein Gewinn – Verein »Berchtesgaden Hilft« organisiert wieder traditionelle Adventskalender-Aktion

Berchtesgaden – Jedes Los ein Gewinn. Ja, richtig gelesen. Bei der traditionellen Adventskalender-Aktion des Vereines »Berchtesgaden Hilft« gewinnt man, selbst wenn bei der wöchentlichen Verlosung jeden Adventssamstag kein Einkaufsgutschein für die Berchtesgadener Geschäftswelt herausspringt. Man gewinnt das gute Gefühl, seinen nächsten Nachbarn zu helfen. Die Summe, die der wohltätige Verein durch den Losverkauf der Aktion einnimmt, kommt nämlich zu 100 Prozent sozialen Einrichtungen sowie bedürftigen und beeinträchtigten Privatpersonen im Talkessel zugute.


»Berchtesgaden Hilft« versteht sich als soziales Netzwerk von Berchtesgaden. »Unsere Klientel kommt aus den fünf Gemeinden des südlichen Landkreises«, erklärt 2. Vorstand Sepp Obraczka.

Das ganze Jahr über spenden Bürger größere und kleinere Summen an »Berchtesgaden Hilft«. »24-Stunden-Klettern, Maibaumversteigerung, Vereinsfeste, Geburtstagsfeiern, Klöcklsingen«, zählt der stellvertretende Vereinsvorstand Spendenaktionen zugunsten von »Berchtesgaden Hilft« auf. In Summe kämen große Beträge zusammen, bemerkt die neue Schriftführerin Christina Brandner. »Am meisten Geld kommt aber mit dem Adventskalender rein«, weiß Sepp Obraczka. Die Adventskalender-Aktion ist bekannt und beliebt. »Berchtesgaden Hilft« druckt Lose, verteilt die an Geschäfte in den fünf Talkesselgemeinden, die die Lose für je einen Euro verkaufen. Einheimische und Urlauber, die ein oder mehrere Lose erwerben, werfen sie in eine Box.

»Die Losboxen sind in den Geschäften unserer Partner aufgestellt«, informiert Sepp Obraczka. Jeden Adventssamstag (heuer am 26. November, am 3., 10. und 17. Dezember) sowie zusätzlich am 30. Dezember mischt der Verein die Lose aller Boxen und zieht die Gewinner, die dann einen Einkaufsgutschein bekommen. Rund 80 heimische Geschäftsleute stiften heuer Gutscheine für die Adventskalender-Aktion von den Berchtesgadenern für die Berchtesgadener.

Dass Berchtesgadener gerne Berchtesgadenern vor allem in Notsituation helfen, freut Sepp Obraczka sehr. In Krisenzeiten seien die, die es sich leisten können, sehr freigiebig, hat der 2. Vorsitzende über die Jahre erfahren dürfen.

»Letztes Jahr sind enorme Summen eingegangen, zweckgebunden für die Hochwasseropfer«, berichtet er. »Solch zweckgebundene Spenden zahlen wir konsequent entsprechend aus«, versichert Christina Brandner. Beim Fall Hochwasser hat der Verein mit den Gemeinden zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass das Geld zu den Bürgern kommt, die tatsächlich betroffen gewesen sind. Die letzten Beträge würden in Kürze ausbezahlt, informiert Sepp Obraczka. Er erklärt, dass in Ausnahmesituationen wie dem Starkregenereignis 2021 auch nicht-bedürftigen sowie -beeinträchtigten Bürgern geholfen werden dürfe.

Die aktuell steigende Inflation bemerke der Verein (noch) nicht, berichtet Christina Brandner. Weder die Spendenbereitschaft sei eingebrochen, noch fragten mehr Menschen um Unterstützung an. »Das kommt, wenn die Nachzahlungen für Strom und Wasser daherkommen«, erwartet Christina Brandner. Sepp Obraczka knüpft an: »Die, die aber wirklich bedürftig sind, melden sich selten selbst.« Nachbarn oder Bekannte ergriffen die Initiative. Wenn nach routinemäßiger Prüfung tatsächlich Bedürftigkeit oder eine Notsituation vorliegt, hilft der Verein gerne, unter anderem mit den Geldern, die durch die Adventskalender-Aktion aufs Vereinskonto eingehen.

Also Lose kaufen und in jedem Fall das gute Gefühl, seinen nächsten Nachbarn zu helfen, gewinnen.

li

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