Mitmachausstellung »MINTbegeistert« im Schülerforschungszentrum

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Seminarschüler mit Studiendirektor Martin Hofreiter und Werkstattleiter Jürgen Gasteiger. (Foto: Petra Moderegger)

Berchtesgaden – Wer träumte noch nie davon, inmitten einer Riesenseifenblase zu stehen? Im Schülerforschungszentrum ist es möglich. Interessierte können seit Juli die Mitmachausstellung »MINTbegeistert« im Schülerforschungszentrum besuchen.


MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Schüler der Jahrgangsstufen elf und zwölf haben unter der Leitung von Studiendirektor Martin Hofreiter eine mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Mitmachausstellung für Schulklassen und für interessierte Erwachsene auf die Beine gestellt.

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Die Ausstellung soll dazu anregen, selbst auszuprobieren, zu erleben und sich so über die Funktionsweise der Exponate und Experimente Gedanken zu machen. Berühren, Spielen und wahrlich Be-Greifen – so erleben Interessierte die MINT-Fächer praktisch. Bereits Technikinteressierte und bislang Fachfremde begeistern sich für das Fachgebiet. Alle Exponate und Experimente haben die Oberstufenschüler gebaut.

An vielen Exponaten und Experimenten haben die Schüler direkt im Schülerforschungszentrum gearbeitet unter der Leitung von Monika und Jürgen Gasteiger. »MINTbegeistert« startete zum Schuljahr 2009/2010, seither sind mehr als 300 Exponate im Eigenbau entstanden. Seit 2010 hat jedes Jahr im Oktober eine MINT-Woche im Gymnasium Berchtesgaden stattgefunden. 2020 fiel die Ausstellung der Corona-Pandemie zum Opfer. Wie es weitergeht?

Planungssicherheit ist bis heute nicht gegeben. So gibt es nun ein kleines dauerhaftes »Science Center« im Schülerforschungszentrum. Die neue wissenschaftliche Leitung Prof. Dr. Claudia Nerdel eröffnet die Ausstellung. »MINTbegeistert!« lädt Schulklassen ab der vierten Jahrgangsstufe auf einen Besuch ein. Für das kommende Schuljahr sind auch Besuchstermine für Familien angedacht.

Die vierten Klassen der Grundschule Schneewinkl probierten vor Kurzem mit Eifer die spannenden und hintergründigen Mitmachexponate aus. Sie betrachteten sich in den Spiegeln der Kaleidoskope und des Unendlichkeitskammerls im Prinzip unendlich oft, fertigten mit dem Harmonographen Lissajous-Kurven an, ließen Billardkugeln über die Brachistochronenbahn sausen, sahen auf zum heimischen Sternenhimmel über dem Brandkopf und begleiteten einen Wetterballon bei seinem Flug vom Berchtesgadener Sportplatz aus in die Stratosphäre.

Es kostete die Schüler Überwindung, sich auf das Nagelbett zu legen. Es verwirrte sie, wie Ihnen Hohlgesichter nachschauten und sich die dreidimensionalen Bootshütten am Königssee bewegten. Zur Entspannung luden ein selbstgebauter Airhockeytisch und ein Magnetfußball ein.

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