weather-image
19°

Nasse Nacht, heilige Nacht

4.0
4.0
Bildtext einblenden
Auch am Bergfriedhof waren die Christbäume weihnachtlich geschmückt.

Berchtesgaden – Hat er doch so schön begonnen, der 24. Dezember. Man war voller Hoffnung in den Morgenstunden des Heiligen Abends: klare Sicht, blauer Himmel, verschneite Berge. Das änderte sich jedoch nach dem Christkindlschießen am Nachmittag. Weihnachtsschützen, die am Standplatz waren, sind noch nass geworden.


Genauso erging es den Besuchern der Friedhöfe. Man hatte zu kämpfen, um die Wachskerzen an den kleinen Friedhofsbäumchen zum Brennen zu bringen. Jeder freute sich dann auf ein gemütliches Weihnachtsfest in der beheizten Stube. In Haus und in den Stallungen wurde mit Weihrauch geräuchert und mit Weihwasser besprengt, der Rosenkranz gebetet. Danach feuerte man mit dem Böller einen Rauhschuss ab, auch das gehörte zur Heiligen Nacht.

Anzeige

Auf Mitternacht zu wurde es noch ungemütlicher. Aber Weihnachtsschützen sind ja wetterunempfindlich. Und so schossen trotzdem auch dieses Jahr Hunderte von Schützen auf ihren Standplätzen. Bei einigen Windböen flogen sogar Hüte der Schützen, dann gab es heftige Regengüsse. Man war froh, als mit den Schlusssalven das Schießen beendet war. Viele Schützen gingen zur Christmette.

In der Stiftskirche zelebrierte Monsignore Dr. Thomas Frauenlob die Mitternachtsmette im Beisein von Monsignore Wolfgang Sauer aus Freiburg. Zum Schluss der Christmette wurde die elektrische Beleuchtung abgeschaltet und bei Kerzenschein sangen alle gemeinsam das Lied »Stille Nacht«.

Bernhard Stanggassinger

Mehr aus Berchtesgaden