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»Sie sind echte Freunde der Kreisklinik«

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Berchtesgaden: »Sie sind echte Freunde der Kreisklinik« – Förderverein spendet Geld
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Zum Geburtstag ein Geschenk an die Kreisklinik (v.r.): Dr. Ursula Deppisch-Roth überreichte KSOB-Vorstand Elisabeth Ulmer im Namen der »Freunde der Kreisklinik Berchtesgaden e.V.« einen Spendenscheck in Höhe von 20 000 Euro, Landrat Bernhard Kern und Dr. Arne Everts freuten sich mit.

Berchtesgaden – Vor 20 Jahren wurde ein höchst lebendiger Verein ins Leben gerufen: Die »Freunde der Kreisklinik Berchtesgaden e.V.« entwickeln und realisieren unermüdlich Ideen und Projekte, um die Klinik im Verbund der Kliniken Südostbayern AG punktuell zum Wohle ihrer Patienten und auch ihrer Mitarbeiter finanziell zu unterstützen oder ideell zu fördern.


»Das Haus genießt einen hervorragenden Ruf«, stellte auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Fördervereins dessen 1. Vorsitzende Dr. Ursula Deppisch-Roth nicht ohne Stolz fest. Nach Jahren engagierter Arbeit übergeben sie und ihre Vorstandsmitglieder das Ruder nun an eine neue Riege.

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Mit welchem Einsatz der Vorstand der »Freunde der Kreisklinik Berchtesgaden e.V.«, unterstützt von Mitgliedsbeiträgen seiner unterdessen über 200 Mitglieder und von Sponsoren, über die beiden zurückliegenden Jahrzehnte gearbeitet hatte, machten bei der abendlichen Versammlung im Kleinen Saal des AlpenCongress Berchtesgaden mehrere Festredner deutlich. Diese fanden nicht nur in der bisherigen und der neuen Vorstandsriege sowie in den zahlreichen Mitgliedern interessierte Zuhörer, sondern stießen auch bei Josef Sichert, Gründungs- sowie Ehrenmitglied sowie beim Vorstand der Kliniken Südostbayern, vertreten durch Elisabeth Ulmer und Dr. Paech, auf offene Ohren.

»Ob Maiandachten, Weihnachtsvisiten, Patientenbücherei, Brunnen oder Gartenmöbel in der Geriatrischen Rehabilitation, virtuelle Deckenbeleuchtung für den Aufwachraum, pneumatische Hebehilfe zur Entlastung der Mitarbeiter und noch jede Menge mehr: Sie haben über die Jahre in der Kreisklinik unzählige Aktivitäten umgesetzt, für diese großartige Leistung – immer mit viel Herzblut – möchte ich Ihnen im Namen der Unternehmensleitung ganz herzlich danken«, sagte Vorstand Elisabeth Ulmer in ihrem Grußwort. »Der Verein hat immer hinter der Kreisklinik gestanden«, betonte sie. »Die Patienten sind in der Kreisklinik sehr gut aufgehoben«, so Ulmer. »Wir bekommen von den Patienten ganz viele positive Rückmeldungen zur Arbeit in allen Abteilungen und über alle Berufsgruppen.«

Spitzenwerte bei Patientenumfragen

Voll des Lobes über den engagierten Verein war auch der ehemalige Landrat Georg Grabner. Er hat die Freunde der Kreisklinik über 17 Jahre in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Beirats begleitet, welcher aus Mitgliedern der Politik, Kirche und Medizin besteht. Diese Aufgabe übernimmt nun sein Nachfolger, Landrat Bernhard Kern. »Sie sind auch echte Freunde der Kreisklinik, Sie haben mitgeholfen, dass die Kreisklinik das ist, was sie heute ist«, attestierte Georg Grabner dem rührigen Verein.

»Ich bin heute mehr denn je überzeugt, dass es richtig war, die Kliniken in kommunaler Trägerschaft zu erhalten«, bezog sich der Ex-Landrat auf die Fusion der Kliniken des Landkreises Berchtesgadener Land GmbH mit der Kreiskliniken Traunstein-Trostberg GmbH vor zehn Jahren. »Das Krankenhaus erzielt bei Patientenumfragen Spitzenwerte«, wusste Georg Grabner. »Schaut auf dieses Haus, es ist es wert«, schloss er sein Grußwort, verbunden mit einer herzlichen Gratulation zum 20-jährigen Vereinsjubiläum und den besten Wünschen für den alten und neuen Vorstand. Landrat Bernhard Kern nannte die Kreisklinik anschließend »ein Juwel«. Er habe »höchsten Respekt, dass es so gut funktioniert« und freue sich auf die Zusammenarbeit, »auch mit dem Verein«.

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Geburtstagsfeier bei den »Freunden der Kreisklinik Berchtesgaden« (v.l.): Georg Grabner, Dr. Ursula Deppisch-Roth, Dr. Andreas Klein, Dr. Ursula Reichelt, Roswitha Moderegger, Ute Spiesberger, Hermann Lochschmied und Elisabeth Ulmer. (Fotos: Ina Berwanger)

Motivierte Mitarbeiter

In ihrem Rechenschaftsbericht für das abgelaufene Jahr verwies Dr. Ursula Deppisch-Roth auf ein Erfolgsrezept für ein gut funktionierendes Haus: »Motivierte Mitarbeiter sind auch gute Mitarbeiter, die sich gerne um die Patienten kümmern«, sagte sie. Aus diesem Grund habe der Förderverein 2019 auch Supervisionsseminare und Team-Tage für Klinikmitarbeiter ermöglicht.

Die 1903 von ihrem Urgroßvater, Medizinalrat Dr. Max Pius Roth, als Distriktkrankenhaus gebaute Klinik habe im Laufe ihres Bestehens immer wieder mit finanziellen Problemen gekämpft, warf die Medizinerin einen Blick zurück in die Geschichte. Auch nach der Krankenhausgeneralsanierung in den 1980er Jahren sei es problematisch geblieben, wäre damals doch »für viele Berchtesgadener der Weg nach Salzburg zur Gewohnheit geworden«.

Erfreulicherweise hätten sich aber »auf Initiative von Herrn Dr. Primbs« zur Gründungsversammlung des Fördervereins im Februar 2000 etliche an dessen Arbeit interessierte Bürger eingefunden. Neben der Unterstützung der Kreisklinik habe auch deren Akzeptanz in der Bevölkerung kontinuierlich bis zum heutigen »hervorragenden Ruf« erfolgreich umgesetzt werden können.

Spende für die Akut-Geriatrie

Zum Vereinsgeburtstag beschenkten die Freunde der Kreisklinik Berchtesgaden das Haus großzügig: Aus den Händen von Dr. Deppisch-Roth konnte Elisabeth Ulmer einen symbolischen Scheck über 20.000 Euro für die Neugestaltung des Aufenthaltsraumes in der Akut-Geriatrie entgegennehmen.

Dass das Engagement des Fördervereins mit gewohnter Kraft weitergeht, versprach Dr. Ursula Reichelt zum Abschluss der Versammlung. Die niedergelassene Fachärztin für Allgemeinmedizin aus Schönau am Königssee wurde als neue 1. Vorsitzende gewählt. Dr. Kornelia Zenker-Wendlinger gab ihr Ehrenamt als 2. Vorsitzende an Dr. Andreas Klein, Ärztlicher Direktor der Kreisklinik Berchtesgaden, ab. Nach Dr. Arne Everts ist nun Hermann Lochschmied Schriftführer und Schatzmeisterin Irmgard Wein übergab ihr Amt an Ute Spiesberger. Ina Berwanger

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