Sieben neue Busse für die Kehlsteinlinie – Betriebsaufnahme nach einem Jahr Pause

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Zur offiziellen Eröffnungsfahrt auf den Kehlstein trafen sich gestern mehrere Honoratioren aus dem Landkreis Berchtesgadener Land. (Fotos: Christian Wechslinger)
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Etwas schmäler ist die Kehlsteinstraße nun geworden.
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Bei der Auffahrt konnten die Fahrgäste auch die neuen Absturzsicherungen in Augenschein nehmen.

Berchtesgaden – Die Kehlsteinlinie ist ab heute Freitag nach einjähriger Corona-Pause wieder in Betrieb. Freude herrschte deshalb bei den Honoratioren, die gestern an der offiziellen Eröffnungsfahrt mit Segnung der sieben neuen Busse teilnahmen. Die gesamte letzte Saison und die ersten Monate des Jahres hatte man für die Verbesserung der Sicherheitseinrichtungen genutzt. 


Baudirektor Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt Traunstein erklärte während der Auffahrt die Sicherheitsverbesserungen, die von seiner Institution in Verbindung mit den Baufirmen vorgenommen worden waren. Die Straße wurde zwar durch die neuen Konstruktionen an einigen Stellen schmäler, dennoch können die Busse sicher auf den Berg und wieder zurück ins Tal gelangen (in einer unserer nächsten Ausgaben berichten wir über die technischen Details an den neuen Sicherungsmaßnahmen).

Markus Winkler, Sohn des »Kehlstein-Königs« Georg Winkler mit fast 18 000 Kehlsteinfahrten, chauffierte die Eröffnungsgesellschaft auf den Berg. Dabei freute sich Winkler über einen der sieben neuen MAN-Busse, die weitere technische Verbesserungen erfahren haben. Vor der Abfahrt gaben Monsignore Dr. Thomas Frauenlob und Pfarrer Christian Gerstner in Ökumene den kirchlichen Segen.

Der 1. Vorsitzende des Zweckverbandes Bergerlebnis Berchtesgaden, Dr. Bartl Wimmer, bemerkte, dass zur Sicherheit aber nicht nur der kirchliche Segen nötig sei. Umso mehr freute er sich darüber, dass man unter den strengen Auflagen alles so gut hinbekommen habe.

»Eine vereinigte Kraft ist zur Herbeiführung des Erfolges wirksamer als zersplitterte oder geteilte Kräfte«, bemerkte Niederlassungsleiter Andreas Datz vom Regionalverkehr Oberbayern (RVO) nach einem Spruch von Thomas von Aquin. Diese vereinte Kraft zeichne sich in jedem Jahr durch die Zusammenarbeit aller Akteure rund um die Kehlstein-Linie aus. Datz freut sich nach eigenen Worten wie alle Beteiligten auf die Saison 2021. Der Niederlassungsleiter dankte allen, die in den letzten Wochen und Monaten viel Arbeit in die Sicherheit der außergewöhnlichen Strecke investiert hatten. Trotz der aufgrund der Pandemie wirtschaftlich angespannten Situation habe der Regionalverkehr Oberbayern sieben neue Busse angeschafft. Dies zeige auch, dass es wieder aufwärts gehe, so Datz. 

Landrat Bernhard Kern versprach die stete Unterstützung seines Hauses und wünschte allen Chauffeuren unfallfreie Fahrten. Kehlsteinhaus-Wirt Norbert Eder sprach die Verzögerung der Eröffnung durch den Wintereinbruch an und klärte darüber auf, wie man die Gäste nach einem Gang durch das Haus in der Außengastronomie bedienen möchte.

Letzter Akt der offiziellen Eröffnungsfahrt der Kehlsteinlinie war die Vertragsunterzeichnung des Staatlichen Bauamtes Traunstein, des Regionalverkehrs Oberbayern und des Zweckverbandes Bergerlebnis Berchtesgaden durch Direktor Martin Bambach, Niederlassungsleiter Andreas Datz, 1. Vorsitzenden Dr. Bartl Wimmer und Geschäftsleiter Michael Wendl.

Christian Wechslinger

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