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Kräftiges Minus in der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee bei Gästen und Übernachtungen im Januar

Tourismusjahr 2017 beginnt für Talkessel-Gemeinden bescheiden

Berchtesgadener Land – Nach den stattlichen Tourismuszuwächsen in der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) im letzten Jahr beginnt das Tourismusjahr 2017 eher bescheiden. Die Statistik weist für den Auftaktmonat Januar ein kräftiges Minus von 6,55 Prozent bei den Übernachtungen und einen Rückgang von 5,65 Prozent bei den Gästen im Vergleich zum Vorjahresmonat aus.

Schnee gab es im Januar eigentlich genügend. Dennoch begann das Tourismusjahr 2017 für die fünf TRBK-Gemeinden eher bescheiden. (Foto: BGLT)

Insgesamt 21 937 Gäste kamen im Januar in die fünf TRBK-Gemeinden. Das waren 1 313 Gäste weniger als ein Jahr zuvor. Im selben Zeitraum registrierte man 105 248 Übernachtungen, 7 374 weniger als ein Jahr zuvor.

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Die Rückgänge sind auch – unterschiedlich stark – in den Einzelstatistiken der fünf Gemeinden erkennbar. In Berchtesgaden ist das Minus bei den Übernachtungen aufgrund einer gestiegenen Aufenthaltsdauer nicht so groß wie bei den Gästen. So gingen die Gästeankünfte um 6,81 Prozent zurück, die Übernachtungen aber »nur« um 2,84 Prozent.

In Bischofswiesen stellt sich das Verhältnis der beiden Zahlen etwas ausgeglichener dar. Die Gästezahl nahm um 3,26 Prozent ab. Bei den Übernachtungen verzeichnete man einen Rückgang um 4,16 Prozent.

Dagegen musste die Gemeinde Schönau am Königssee bei den Übernachtungen ein kräftiges Minus von 9,59 Prozent hinnehmen. Die Zahl der Gästeankünfte ging dagegen nur um 3,11 Prozent zurück.

Die Gemeinde Ramsau stand in diesem Januar ebenfalls nicht mehr ganz so hoch im Kurs wie noch im Januar 2016. Das zeigen Rückgänge bei den Gästen um 7,51 Prozent und bei den Übernachtungen um 7,41 Prozent.

Zumindest prozentual den größten Rückgang gab es in der Marktgemeinde Marktschellenberg. Das Minus bei den Gästen liegt bei 30,03 Prozent, die Übernachtungen reduzierten sich in diesem Januar um 18,18 Prozent. TRBK-Geschäftsführer Michael Wendl sieht den Grund für die negative Entwicklung zum Jahresauftakt vor allem in der ungünstigen Konstellation der Feiertage. So war der Neujahrstag heuer zum Beispiel ein Sonntag. Ulli Kastner