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Tradition der Steiger, Fahrhauer und Bergknappen

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Berchtesgaden: Bergweihe im Salzbergwerk mit Prozession
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Hannes Grassl trägt vorneweg das kleine Zunftkreuz. (Fotos: Bernhard Stanggassinger)

Berchtesgaden – Traditionsgemäß fand die Bergweihe im Salzbergwerk Berchtesgaden in der Dreikönigsoktav vergangenen Freitag statt und wurde von Dr. Thomas Frauenlob im Beisein von Kaplan Josef Rauffer gehalten.


Vor dem alten Verwaltungsgebäude, dem Mitterberghaus, nahmen Steiger, Fahrhauer und die Bergknappen in Halbparade (weißer Bergkittel und weiße Hose, Arschleder und Schachthut ohne Federbusch), die Angestellten ebenfalls in Halbparade mit Schiffchenmütze Aufstellung. 

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In den Prozessionszug reihten sich der Leitende Bergdirektor Peter von Pastor vom Bergamt in München, der Betriebsleiter des Salzbergwerks Berchtesgaden, Raimund Bartl, der Standortleiter der Saline Bad Reichenhall, Jürgen Engl, der 2. Bürgermeister der Marktgemeinde Berchtesgaden, Bartl Mittner, Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob, Kaplan Josef Rauffer, Mesner Martin Resch sowie Ministranten ein.

Man ging über die Brücke zum Verwaltungsgebäude in die Bergkaue. Nach einem Gebet erfolgte die Einfahrt zu Fuß über den Achensteg, nach oben zur Moser-Rösche. Rauchfass, Schiffchen mit Weihrauch, Weihwasserkessel und Aspergill wurden von den Bergleuten mitgetragen. Das kleine Zunftkreuz trug Hannes Grassl an der Spitze der Prozession, ihm folgten die Bergknappen mit brennenden Kerzen. 

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Pfarrer Thomas Frauenlob (v.l.) und Kaplan Josef Rauffer segneten im Pumpenhaus die Solepumpen, ihnen folgten Betriebsleiter Raimund Bartl, Bergdirektor Peter von Pastor und Jürgen Engl, Standortleiter der Saline Reichenhall.

Nach dem Durchschreiten der Moser-Rösche ging es in den Frauenberg, von da ab geschah die Bergweihe untertage und unter Ausschluss der Öffentlichkeit. In den Schächten wurden vier Evangelien gelesen. Auf dem 

etwa vier Kilometer langen Weg durch den Berg wurden nacheinander der freudenreiche, der schmerzhafte und der glorreiche Rosenkranz gebetet. Nach eineinhalb Stunden erreichte die Prozession wieder das Tageslicht. Anschließend segnete der Pfarrer im Pumpenhaus die Solepumpen, bevor die Bergweihe mit dem Te Deum endete.

Alle Fotos von der Bergweihe:

Bernhard Stanggassinger 

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