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Die Uferverbauung zwischen Bundesstraße 305 und Ramsauer Ache schreitet voran. Eine Zweistreifigkeit wird es hier aber wohl nicht vor 6. August geben. Die Sandstraße soll davor noch asphaltiert werden. (Foto: Ulli Kastner)

Aschauerweiherstraße bis September befahrbar

Bischofswiesen – Das mit Beginn der Hauptreisezeit enorm zugenommene Verkehrsaufkommen im Berchtesgadener Talkessel zwingt das Staatliche Bauamt Traunstein zu Planungsänderungen hinsichtlich der Baustellenabwicklung auf der Aschauerweiherstraße und auf der Bundesstraße 305 zwischen Bahnhof und Gmundberg.


So hat man nach Fertigstellung der ersten beiden Bauabschnitte am Aschauerweiher beschlossen, die Straße kurzfristig ab heute Mittwoch bis Mitte September freizugeben und erst dann mit Bauabschnitt Nummer drei zu beginnen. Die vor allem von der Marktgemeinde Berchtesgaden heftig geforderte Zweistreifigkeit entlang der Baustelle an der Bundesstraße 305/Ramsauer Ache wird sich mindestens bis 6. August verzögern, wie das Staatliche Bauamt gestern auf Anfrage mitteilte.

Eigentlich wollte man am Aschauerweiher nach der heute stattfindenden Abnahme für die ersten beiden Bauabschnitte sofort auf Bauabschnitt Nummer drei umlegen. »Allerdings ist in der gesamten Region nicht mehr zu übersehen, dass die Hauptreisezeit mehr Verkehrsbelastung bringt als in den vergangenen Jahren«, teilt Baudirektor Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt mit.

Er weiß, dass zuletzt die Vollsperrung der Staatsstraße auch kontinuierlich ignoriert wurde, da nur noch entsprechende Schilder auf das Durchfahrtsverbot hingewiesen hatten. »Außerdem haben wir in den vergangenen Wochen in der Abstimmung mit Anliegern, betroffenen Landwirten und Gemeinden bezüglich der Vollsperrung im Bauabschnitt drei festgestellt, dass die Ernte für die Landwirte, die provisorische Umfahrung durchs Naturbad und die Beeinträchtigung der Bauarbeiten durch diese Einschränkungen für alle Beteiligten äußerst problematisch würden«, erklärt Bambach.

Das Staatliche Bauamt Traunstein hat sich deshalb im Einvernehmen mit der Gemeinde und der Baufirma dazu entschlossen, den Bauabschnitt drei erst nach der Hauptreisezeit ab etwa Mitte September zu beginnen und die Staatsstraße für die Hauptreisezeit freizugeben. Dadurch soll die Nutzung des Naturbads Aschauerweiher weiterhin ohne Baulärm möglich sein und man geht davon aus, dass sich vor allem auch die Verkehrssituation im Markt Berchtesgaden zusätzlich entspannen wird. Denn mittlerweile steht fest, dass die vor allem von der Marktgemeinde Berchtesgaden geforderte Zweistreifigkeit an der Baustelle zwischen Bahnhof und Gmundberg nicht bis Anfang August, also bis zum kommenden Wochenende, zu realisieren ist. Der Hauptgrund für die Verzögerungen liegt wohl in der vierwöchigen Baupause im Mai. Damals hatte es Lieferprobleme beim Baustahl für die Bohrpfähle gegeben.

»Die Firmen haben mit Hochdruck gearbeitet beziehungsweise tun es immer noch, aber es hat leider nicht ganz geklappt«, bedauert Martin Bambach. Momentan werde alles dafür getan, den Verkehr am darauffolgenden Wochenende, also ab Samstag, 6. August, auf die neue Verkehrsführung umzulegen.

Ulli Kastner