Ausbau der Aschauerweiherstraße: Kritiker verbreiten falsche Fakten

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Nur drei Bürger haben laut Bürgermeister Thomas Weber die Baupläne in der Gemeinde eingesehen. (Foto: privat) Foto: Ernst Wukits

Bischofswiesen – Obwohl der Ausbau der Aschauerweiherstraße bereits begonnen hat und keine Einwände mehr möglich sind, drücken Bürger erst kurz vor Baubeginn ihren Unmut in Leserbriefen aus. Das irritiert den Bischofswieser Bürgermeister Thomas Weber. Noch mehr ärgert er sich darüber, dass die Kritiker Fakten verbreiten, die mit den öffentlich einsehbaren Bauplänen nicht übereinstimmen. Weber will nun künftig die Kommunikation mit den Bürgern verbessern, wie er im »Anzeiger«-Interview verrät.


Rita Poser kritisierte auf der Bürgerversammlung, die Bürger hätte man anders über den Ausbau der Aschauerweiherstraße informieren müssen. Inwiefern ist dieser Vorwurf berechtigt?

Thomas Weber: Vielleicht hätte man von unserer Seite aus intensiver auf dieses Projekt hinweisen können. Es kam ja auch der Vorschlag, den Plan ins Netz zu stellen – was ich gerne aufnehme, auch bei künftigen Projekten. Dennoch sei hier angemerkt: Im Gemeinderat ist zweimal über die Maßnahme informiert worden. Das Staatliche Bauamt hat das Projekt bekannt gegeben. Die Bürgerinnen und Bürger hätten die Möglichkeit gehabt, die Baupläne bei uns im Gemeindeamt oder auch im Bauamt einzusehen.

Das Bauprojekt ist 2018 erstmals im Gemeinderat vorgestellt worden. Zwei Wochen vor Baubeginn drücken viele entsetzte Bürger ihren Unmut in Leserbriefen aus.

Weber: Ich kann ehrlich gesagt den Leserbriefwahn nicht nachvollziehen. Warum wurde ausgerechnet diese Aktion mit den Leserbriefen gestartet, als die Ausschreibung zu Ende war und die Baumaschinen bereits angerollt sind? Vielmehr irritiert mich aber, warum die Betroffenen nicht zu uns gekommen sind und den Plan eingesehen haben. Die Chance dazu hätten sie gehabt. Es waren aber nur exakt drei Personen bei mir.

Wie haben die drei Personen reagiert, als sie den Plan gesehen haben?

Weber: Sie haben mich gefragt, warum in den Leserbriefen Fakten genannt werden, die mit den Plänen nicht übereinstimmen.

Was können Sie tun, um diesbezüglich die Kommunikation mit den Bürgern zu verbessern?

Weber: Man muss grundsätzlich mehr Informationen an die Öffentlichkeit bringen, auch wenn zwei Jahre über den Ausbau der Aschauerweiherstraße diskutiert worden ist. Wir ziehen dennoch die Konsequenzen daraus, über unsere Baumaßnahmen rechtzeitig und umfassend zu informieren – siehe Mittelschule. Da versuchen wir Schritt für Schritt, unsere Bürger in den Gemeinderatssitzungen über das Projekt zu informieren. Eines ist aber anzumerken: Beim Kreisel handelt es sich nicht um eine Baumaßnahme der Gemeinde.

pv