Bildtext einblenden
Franz Graßl (2.v.l.) und Gunter Köster (r.) mit Vertretern der ausführenden Firma Schmidt & Sohn bei der ersten Baubesprechung an der Wehranlage Hallthurm. (Foto: Bayerische Staatsforsten)

Baubeginn am Hallthurm: Bayerische Staatsforsten sichern historische Wehranlage

Bischofswiesen – Die Bayerischen Staatsforsten führen in den kommenden Monaten umfangreiche Sicherungsmaßnahmen an der denkmalgeschützten Wehranlage Hallthurm durch. 


Im Jahr 1194 wurde die Passbefestigung Hallthurm erstmals urkundlich erwähnt. Sie war damals von den Berchtesgadenern zum Schutz gegen Reichenhall errichtet worden. In den Jahren von 1394 bis 1409 hat man die Wehranlage während einer Besetzung der Fürstpropstei Berchtesgaden durch den Salzburger Erzbischof instandgesetzt und erweitert. Nach Einschätzung von Gunter Köster vom renommierten Büro Bergmann aus Pfaffenhofen wurden am noch bestehenden Mauerwerk seit dieser Zeit keine größeren Arbeiten mehr durchgeführt. »Wir werden in Abstimmung mit dem Denkmalschutz die historische Substanz sichern, wollen aber so wenig wie möglich eingreifen«, berichtet Franz Graßl, der als Teamleiter Büro am Forstbetrieb Berchtesgaden für die Baumaßnahme zuständig ist.

Der heute noch vorhandene Mauerwerksteil hat eine Länge von ungefähr 140 Metern und die Mauerstärke beträgt rund 90 bis 120 Zentimeter. Die Gesamtkosten für die Maßnahme liegen netto ungefähr bei 160.000 Euro.

Die Bayerischen Staatsforsten sind als Vertreter des Grundstückseigentümers für das Bauwerk verantwortlich und haben in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege, der unteren Denkmalbehörde am Landratsamt Berchtesgadener Land und der Gemeinde Bischofswiesen den Maßnahmenkatalog erarbeitet und abgestimmt.

Forstbetriebsleiter Daniel Müller freut sich, dass mit der Wehranlage Hallthurm ein Stück Geschichte für künftige Generationen gesichert werden kann. Die Baumaßnahme soll bis zum kommenden Herbst abgeschlossen werden.

fb