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Der Gemeinderat Bischofswiesen konnte während seiner Sitzung endlich den Bebauungsplan »Am Burgergraben« als Satzung beschließen. (Foto: Cornelia Rosenberg)

Baugebiet endlich auf den Weg gebracht – Gemeinderat fasst Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan »Am Burgergraben«

Bischofswiesen – Als die Gemeinde vor fünf Jahren das Grundstück »Am Burgergraben« kaufte, um zügig Wohnraum für die eigenen Bürger zu schaffen, hätte niemand geglaubt, dass erst nach fünf Jahren das Bauleitplanverfahren abgeschlossen ist. Deshalb herrschte während der Gemeinderatssitzung bei den Räten nicht nur Erleichterung über den Satzungsbeschluss, sondern auch Ärger darüber, dass man nicht schon viel weiter ist.


»Dadurch kommen wir leider in eine Zeit, in der das Bauen nicht leicht und außerdem teuer geworden ist«, und trotzdem freuten sich Hans Metzenleitner (SPD) und Thomas Resch (FWG), dass die Gemeinde nun einen bedeutenden Schritt weiter ist und die bauplanerische Grundlage geschafft hat, um neue Miet- und Eigentumswohnungen zu errichten. Noch im Frühjahr 2019 war die Verwaltung hoffnungsvoll. Während Architekt Wolfgang Schulze dem Gremium die Planung der »Kommunal WohnBau Bischofswiesen GmbH« für die Entwicklung des Gebietes vorstellte, rechnete Geschäftsleiter Rupert Walch mit einem Baubeginn im Jahr 2020. Da sich das Vorhaben im Innenbereich befindet, wollte man es über ein Einzelbauverfahren zügig abwickeln.

Doch das Landratsamt machte der Gemeinde einen Strich durch die Rechnung und forderte ein Bauleitplanverfahren. Aus diesem Grund rollten 2020 nicht die Baufahrzeuge an, sondern die Gemeinde stellte den Bebauungsplan »Am Burgergraben« neu auf.

Im Zuge der Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belage kam erneut eine Hiobsbotschaft aus Bad Reichenhall. Die untere Immissionsschutzbehörde hatte Bedenken hinsichtlich des Lärms, der vom Kasernenareal kommt. Südlich des Bebauungsgebietes schließt sich die Struber Jägerkaserne an. Dabei handelt es sich jedoch um sogenannte »leise Bereiche«, nämlich Büros und Verwaltungsgebäude und keine technischen Gebäude oder gar den Schießstand. Aus diesem Grund haben die schalltechnischen Untersuchungen auch keine kritischen Werte ergeben. Zusätzliche Schallschutzmaßnahmen sind also deshalb nicht nötig.

Um die künftigen Bewohner vor dem Lärm der Gebirgsjägerstraße zu schützen, müssen aber passive Lärmschutzmaßnahmen an den Gebäuden vorgenommen werden. Diese Maßnahmen werden jedoch erst im Rahmen der Eingabeplanung berücksichtigt.

cr