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Der neu gewählte Vorstand des WSV Bischofswiesen (v.l.): Florian Wörgötter, Hannelore Brandner, Theresa Stöckl, Johannes Balk, Bernhard Heitauer, Alfred Burgstaller, Michael Griesser und Tobias Angerer mit dem neuen Ehrenmitglied Werner Böhm. (Foto: Christian Wechslinger)

Bernhard Heitauer macht noch einmal weiter beim WSV Bischofswiesen

Bischofswiesen – Der WSV Bischofswiesen traf sich im Gasthaus »Brennerbräu« zur 71. Jahreshauptversammlung. Höhepunkte waren die Ernennung von Werner Böhm und Christian Stanggassinger zu Ehrenmitgliedern sowie die Neuwahlen, bei denen Bernhard Heitauer noch einmal für vier Jahre als Vorsitzender hervorging. Doch Heitauer und Kassier Michael Griesser kündigten an, dass dies die letzte Amtszeit sein wird.


Weil man beim WSV Bischofswiesen die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler bereits im Kulturhof gebührend geehrt hatte, war die Zahl der Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung überschaubar. Nach der Begrüßung und dem Totengedenken lobte Heitauer die Vereinsmitglieder für deren großartige ehrenamtliche Leistungen. Trotz lang anhaltender Schwierigkeiten habe man auch die Coronazeit gut überstanden. Es habe ihm jedoch in der Seele wehgetan, dass kleine Kinder lange Zeit nicht Ski fahren, snowboarden oder langlaufen durften. Niemand sei jedoch in ein Loch gefallen und oberste Priorität war und ist, den Nachwuchs weiter zu fördern, führte Heitauer weiter aus. Der jahrzehntelange Kassier Michael Griesser referierte über die Finanzen der letzten drei Jahre. Vor allem die Weltcups im Snowboard und diverse weitere Veranstaltungen sorgten für schwarze Zahlen, die sich im guten fünfstelligen Bereich bewegen. Allerdings seien seit 2021 die Einnahmen zu versteuern, so Griesser. Simon Schwaiger und Klaus Swatosch haben die Kasse geprüft und bescheinigten einwandfreie Arbeit.

Top-Langläufer, davon 55 Kinder

Der rührige nordische Sportwart Alfred Burgstaller berichtete von 55 Kindern und mehreren erwachsenen Top-Langläufern. Die befinden sich in der Vorbereitung auf die Wettkampfsaison und haben in Planica wieder erfolgreiche Trainingstage absolviert. Im Ausblick führte der Sportwart sechs Schülercups im Langlauf und Deutschlandpokale an und erwartet eine gute Saison des Langlauf-Nachwuchses. Gefreut hat Burgstaller auch, dass es mit dem Förderverein weitergeht, der kurz vor dem Aus stand.

Riesenspaß am Snowboardfahren

Der Sportwart der Snowboardgruppe, Johannes Jank, leitet die Geschicke der »Einbrettfahrer« seit fünf Jahren und kümmert sich vornehmlich um die sieben- bis zwölfjährigen Kinder, die einen Riesenspaß an der Sportart haben. Jank nannte auch die großartigen Erfolge der Erwachsenen, die im Weltcup gehörig mitmischen. Ein Wermutstropfen war allerdings der schwere Sturz von Freestyler Jakob Ganserer, der knapp an einer Querschnittslähmung vorbeigeschrammt ist.

40 Alpinkinder im Training

Nach 15 intensiven Jahren im Alpinbereich berichtete Sportwart Stefan Pistor über die Situation bei seinen Alpinkräften, die ebenfalls gehörig unter den Einschränkungen der Pandemie litten. Die Vereinsarbeit sei äußerst schwierig gewesen, auch weil nur Kaderangehörige trainieren durften. Einige Alpine seien abgewandert, wurden jedoch zuletzt wieder ersetzt, sodass derzeit 40 Alpinkinder im Trainingsbetrieb stehen. Ein Erfolgsmodell sei auch die Aktion »Sport nach Eins«, die einst Ehrenmitglied Helmut Weinbuch kreiert hat. An dieser Stelle dankte Pistor den Übungsleitern, die sich um 90 Kinder kümmern. Der scheidende Sportwart alpin dankte aber auch der gesamten Familie Heitauer und Helmuth Wegscheider, die dafür sorgen, dass am Götschen alles perfekt funktioniert und die Aktiven stets beste Pisten vorfinden. Seinem Nachfolger Tobias Angerer wünschte Pistor alles Gute.

Ehrungverdienter Mitglieder

Eine besondere Freude war es Bernhard Heitauer, zwei sehr verdiente Mitglieder und Helfer des WSV Bischofswiesen zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Christian Stanggassinger hat sich jahrzehntelang als Helfer bei den Alpinen, den Nordischen und den Snowboardern verdient gemacht. Der Zweite im Bunde, Werner Böhm, war ein guter Trainer und vor allem auch wichtiger Handwerker, der sich unermüdlich für den WSV Bischofswiesen eingesetzt hat. In den letzten Jahren war Böhm zweiter Vorstand des Vereins, lobte Heitauer und verlieh seinem »Vize« die Ehrenmitgliedschaft.

Friedl Koll oblag es dann, die Neuwahlen durchzuführen (siehe Kasten). »Wir werden auch in den nächsten vier Jahren den Nachwuchs fördern, der bei uns gut aufgehoben ist, schließlich lernen die Kinder in den Vereinen für ihr weiteres Leben, egal wie erfolgreich sie unterwegs sind«, betonte Heitauer. Zudem wird der WSV 2026 sein 75-jähriges Bestehen feiern. Und das soll mit einem großen Fest begangen werden. Alle Mitglieder lud der alte und neue Vorstand abschließend zum traditionellen Helferfest bei den Wieselgaragen am Götschen ein.

Der Vizepräsident des »Sport-Talent«, Sebastian Rasp, überbrachte die Wünsche des Vorsitzenden Alexander Resch. Rasp gratulierte den neuen Ehrenmitgliedern und lobte die herausragenden Leistungen aller Helfer. Wenn er am Götschen gebraucht werde, sei er auch in Zukunft da. Der scheidende zweite Vorstand Werner Böhm dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und versprach, auch weiterhin im Verein mitzuarbeiten. Die neue Vorsitzende des Fördervereins im WSV Bischofswiesen, Monika Sawetzki, dankte allen, die ihr den Einstieg in ihre neue Aufgabe erleichtert hatten.

Abschließend stellte Heitauer noch die herausragende Arbeit von Sprecher Sebastian Rasp heraus: »Ich wurde nach dem letzten glänzend verlaufenen Weltcupfinale von den Verantwortlichen verschiedener Skiverbände darauf angesprochen, wie vorzeigewürdig vor allem auch der Ansager Sebastian Rasp Stimmung in die Skiarena gebracht hatte.« Mit einem donnernden »Ski heil!« endete die harmonische Jahreshauptversammlung des WSV Bischofswiesen.

Christian Wechslinger