Defibrillator für die Sportanlage Riedherrn

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Der FC Bischofswiesen will einen Defibrillator für die Sportanlage Riedherrn anschaffen, um bei entsprechenden Notfällen gewappnet zu sein. (Archivfoto: Christian Wechsllinger)

Bischofswiesen – Die Gefahr des plötzlichen Herztodes lauert auch auf dem Sportplatz. Deshalb soll nun ein Defibrillator am Riedherrn aufgestellt werden. Darüber informierte Bürgermeister Thomas Weber in der Aussprache des Gemeinderats. Weitere Themen waren der Radweg am Schneckenmühlweg, der Streuobstwiesenpakt der Bayerischen Staatsregierung sowie das geplante Forsthaus in Schönau am Königssee.


Michael Sturm (Grüne) wies darauf hin, dass der FC Bischofswiesen einen Defibrillator für den Sportplatz anschaffen will. Das ist laut dem Grünenpolitiker eine sinnvolle Investition, zumal sich das nächste Gerät in der Sparkasse Bischofswiesen befindet. Gerade beim Sport bestehe eine erhöhte Gefahr für einen Herzstillstand, so Sturm. Deshalb fragte er nach, ob die Gemeinde die Anschaffung eines Defibrillators unterstützt.

»Selbstverständlich unterstützen wir dieses Projekt«, versicherte Bürgermeister Thomas Weber. Der FC Bischofswiesen wolle die Anschaffung nur anders aufrollen, so Weber. Der Verein möchte über die Spendenplattform der Sparkasse Berchtesgadener Land einen Defibrillator finanzieren.

Mit Blick auf Freizeitaktivitäten sprach Oliver Schmidt (CSU) ein weiteres Problem in der Gemeinde an. Der Radweg am Schneckenmühlweg besteht derzeit nur aus Kies. Zuletzt war dort jemand mit dem Fahrrad ausgerutscht und hatte sich die Hand gebrochen. »Kann man in näherer Zukunft bitte dem Bauamt weitergeben, dieses Stück zu asphaltieren?«, fragte er. Weber will diesbezüglich etwas unternehmen: »Die Strecke soll so errichtet werden, dass sie auch mit dem Rennrad befahrbar ist.«

Sepp Stangassinger (UBB) hatte dagegen erfreuliche Nachrichten. Die Bayerische Staatsregierung hat mit Naturschutz-, Landwirtschafts- und Wirtschaftsverbänden einen Pakt zum Schutz von Streuobstwiesen geschlossen. Er sieht vor, dass der Bestand erhalten bleibt und zudem bis 2035 noch eine Million weitere Bäume gepflanzt werden. 600 Millionen Euro sollen in das Projekt fließen.

Stangassinger wünschte sich, dass die Gemeinde dieses Angebot nutzt. »Wir haben schon eine Streuobstwiese. Es dürfen aber mehrere sein«, sagte er. Streuobstwiesen seien gut für die Biodiversität. Deshalb müsse man die Tatsache, dass die Staatsregierung Streuobst zur Verfügung stellt, auch ins Gemeindeblatt schreiben. »Dieses Thema muss mehr publik gemacht werden.« Thomas Weber scherzte: »Diesbezüglich werde ich mich mit dem Grünflächenreferenten in Verbindung setzen.«

Hans Metzenleitner (SPD) erkundigte sich zum Bauprojekt des Forstbetriebs Berchtesgaden. Ursprünglich war ein Forstzentrum im Mooshäuslmoos vorgesehen. Der Bauausschuss hatte aber eine Bauvoranfrage abgelehnt.

Nun ist auf dem Grundstück gegenüber dem Gasthaus »Achenstüberl« ein Forsthaus mit Nebengebäude geplant. »Hat die Forstverwaltung ihren Antrag beim Landratsamt für den Bau im Mooshäuslmoos zurückgezogen?«, fragte Metzenleitner. Thomas Weber wüsste aktuell nicht, dass der Antrag zurückgezogen wurde. Er räumte aber ein, seit der Ablehnung der Bauvoranfrage nicht mehr im Kontakt mit dem Forstamt gestanden zu sein.

Darüber hinaus teilte Michael Sturm mit, dass der Flächenverbrauch in Bayern gestiegen ist. »Auch wir sind betroffen und tragen unseren Teil dazu bei«, merkte der Grünenpolitiker an. Der Rathauschef nahm Sturms Wortmeldung zur Kenntnis.

Patrick Vietze