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Die Soldaten an der Rettungsleine im Anflug. (Fotos: Bundeswehr)
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Der Soldat bringt den »Verwundeten« mit einer Trage in den Hubschrauber.

Gebirgsjäger trainieren mit dem Hubschrauber im Hochgebirge

Bischofswiesen – Wer in den vergangenen Tagen aufmerksam den Luftraum beobachtete, dem dürfte der Rettungshubschrauber der Bundeswehr aufgefallen sein. Zwei Tage flog er mit dem Hochgebirgsjägerzug aus Bischofswiesen an Bord über den Talkessel auf die Reiteralm und den Hohen Göll.


Was aus der Ferne aussieht wie kleine schwarze Punkte an einer Felswand auf der Reiteralm, entpuppt sich als Soldaten des Hochgebirgsjägerzuges aus Bischofswiesen. An einem Seil und mit einem Karabiner gesichert hängen sie, wie so oft, an einer Felswand. Die Soldaten dieses Spezialzuges sind körperlich extrem belastbar, was sie bei der zweitägigen Übung erneut bewiesen haben.

Der Hochgebirgsjägerzug des Gebirgsjägerbataillons 232 in Bischofswiesen trainierte auf dem Übungsplatz Reiteralm sowie anschließend auf 2522 Metern am Hohen Göll. Dort haben die Soldaten zusammen mit der Hubschrauberbesatzung aus Niederstetten das Bergen von Personen im Gebirge geübt . Dabei kam der erst 2020 in die Truppe eingeführte Hubschrauber vom Typ EC 10 in der Variante Rettungshubschrauber SAR zum Einsatz. Dieser wird auch bei den Soldaten des Kommando Spezialkräfte (KSK) genutzt. Neben der Rettungswinde besitzt dieser Hubschrauber weitere wichtige Instrumente, wie Antennen zur Ortung von Handys oder Wärmebildkameras, um bei der Bergrettung zu unterstützen. Und genau hierum ging es in der zweitägigen Übung. Die Soldaten übten an unterschiedlichen Stationen, von wo aus sie das Einhaken und Sichern am Helikopter trainierten. Um den Piloten die Position mitzuteilen, wurde mit Sichtzeichen sowie Erkennungstüchern der genaue Standort sichtbar gemacht.

Anschließend ging der Helikopter 30 Meter über den Soldaten in den Schwebflug, um die Rettungswinde für den Abtransport vorzubereiten. Bei diesem Vorgang mussten die Piloten den Helikopter ruhig in der Luft halten, um den reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Dies war trotz der unmittelbaren Nähe zu den Steilhängen und dem bewaldeten Gebiet keine große Herausforderung für die erfahrene Besatzung.

Nach dem Anflug sicherten sich die Soldaten mit der zu bergenden Person am Haken der Rettungswinde und wurden in das Luftfahrzeug gebracht. Verantwortlich für diesen Vorgang ist der Luftrettungsmeister an der Tür. Er bedient die Seilwinde und kümmert sich um die Sicherung der Soldaten. Dabei steht Teamwork an erster Stelle, denn bei diesem Vorgang müssen die Soldaten am Boden und die Besatzung ständig miteinander kommunizieren und die Abläufe genau aufeinander abstimmen.

Nach einem großen Lob der Crew an die Gebirgsjäger endete diese Übung, bei der alle Beteiligten den Panoramablick aus dem Hubschrauber in die Berge genießen konnten.

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