Bildtext einblenden
Aktuell stehen Pflasterarbeiten am Kreisverkehr an. (Foto: Staatliches Bauamt Traunstein)

Kreisverkehr frühestens ab Anfang Juli befahrbar – Nächste Vollsperrung zwischen Naturbad und Märchenpfad

Bischofswiesen – Die zweite Bauphase für den Ausbau der Aschauerweiherstraße neigt sich dem Ende zu. Der Kreisverkehr nimmt allmählich Gestalt an. Frühestens Anfang Juli wird die dritte Bauphase beginnen, wie Baudirektor Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt Traunstein mitteilt. Dann wird die Strecke zwischen Gattermannlehen und Naturbad Aschauerweiher wieder freigegeben. Zugleich folgt die nächste Vollsperrung.


Aktuell werden Pflasterarbeiten durchgeführt, wie Bambach auf Anfrage mitteilt. Betroffen von der Maßnahme sind der neue Kreisverkehr, die Zufahrt zum Naturbad Aschauerweiher und weitere Abschnitte mit Entwässerung und Borden. Der Kreisverkehr wird anschließend fertiggestellt, die Straße asphaltiert.

Teile der Amphibienleiteinrichtungen werden hergestellt. Zudem müssen noch Leitpfosten, Beschilderung, Markierungen und Schutzplanken angebracht werden. Die gute Nachricht, wie Bambach mitteilt: »Die Zufahrt zum Naturbad Aschauerweiher, die bisher von der Berchtesgadener Seite möglich war, wird vermutlich nach Fertigstellung der ersten beiden Bauabschnitte Anfang bis Mitte Juli dann von Bischofswiesen ermöglicht. Den Kreisverkehr wird man dabei auch durchfahren können.«

Die schlechte Nachricht: Man kann das Naturbad Aschauerweiher ab dann nicht mehr vom Dietfeld aus erreichen. Grund dafür ist die dritte Bauphase. Dabei wird die Straße zwischen Naturbad Aschauerweiher und Märchenpfad ausgebaut. Dieser Bereich ist dann voll gesperrt. Der dritte Bauabschnitt wird wegen der dort verlaufenden Erdgasleitungen in der heizfreien Zeit umgesetzt.

Das Ende der Baumaßnahmen ist für Ende 2022 terminiert, je nach Witterung und Baufortschritten könnten die Maßnahmen auch früher beendet werden. Bambach ist jedenfalls mit dem Fortschritt des Projekts zufrieden: »Aus unserer Sicht hat es sehr gut funktioniert. Die Baufirma Josef Rädlinger aus Cham hat enorm gut gearbeitet und hält die Bauzeit nahezu auf den Punkt genau ein.« Die Landwirte, die am stärksten von der Vollsperrung betroffen waren, weil deren bewirtschaftete Flächen jenseits der Baustelle liegen, hatten laut Bambach ebenfalls sehr viel Verständnis.

»Obwohl wir versucht haben, landwirtschaftlichen Verkehr möglichst durch die Baustelle fahren zu lassen, gab es hier zum Teil deutliche Einschränkungen. Gerade in den vergangenen Wochen während einer intensiven Erntephase mussten beide Seiten Kompromisse eingehen. Auch beim dritten Bauabschnitt, der sich ab Juli nahtlos anschließen soll, wird es zu Schwierigkeiten diesbezüglich kommen.«

Auch für die Anlieger wurde immer versucht, von der einen oder anderen Seite eine Zufahrtsmöglichkeit zu deren Anwesen sicherzustellen. Dennoch gab es Einschränkungen. »Nach den mir bekannten Informationen hatten sie aber auch sehr viel Verständnis für die Situation.«

Kein Verständnis haben dagegen Gegner des Bauprojekts. Dabei spielte vor allem der neue Kreisverkehr eine Hauptrolle. Ebenso wurden die Baumfällarbeiten kritisiert. Baugegner veröffentlichten in den sozialen Medien eine Drohnenaufnahme der Baustelle, um die Dimensionen des Eingriffs in die Natur zu zeigen.

Bambach weist in diesem Zusammenhang darauf hin: »Jeder, der an der Umsetzung eines solch großen Bauprojektes beteiligt ist, weiß, dass bis zu einem Baubeginn eine große Anzahl an ›Spielregeln‹ in Form von behördlichen Genehmigungen, Unterlagen, Gutachten, Ausgleichsmaßnahmen, Grunderwerb, Beschlüssen etc. einzuhalten ist.«

Dem Baudirektor ist bewusst, dass es nicht jeder und jedem gerecht werde, was umgesetzt werden soll. »Wir als Bauträger sind nach wie vor zuversichtlich, dass der Ausbau der Aschauerweiherstraße nach Fertigstellung eine überwiegende Mehrheit der Menschen sehr zufriedenstellen wird.«

Patrick Vietze