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Die Steinschlagschutzzäune stehen. (Foto: Kilian Pfeiffer)

Nach Felssturz: Planungen und Steinschlagsimulationen sind in vollem Gang

Bischofswiesen – Nach einem Felssturz an der Bundesstraße 20 hat das Staatliche Bauamt Traunstein den Bereich am Ortseingang von Bischofswiesen von einem Geologen untersuchen lassen. Das bestätigte Behördenleiter Christian Rehm auf Nachfrage. Sofortmaßnahmen sollen weitere Felsabbrüche verhindern.


Als Anfang Februar ein Teil des Hanges hinab stürzte und auf der Bundesstraße liegen blieb, musste diese zunächst halbseitig gesperrt werden. Die Bischofswieser Feuerwehr und Vertreter der Straßenmeisterei rückten an. Weil der Felssturz an der Hauptverkehrsader durch Bischofswiesen liegt, liegt die Zuständigkeit beim Staatlichen Bauamt Traunstein. Dieses rief einen Geologen hinzu, der den Hangbereich begutachtete und mehrere Sofortmaßnahmen anordnete, die im Laufe dieser Woche umgesetzt wurden. Der Hang zur Bundesstraße war bislang durch einen Zaun inklusive Sturzraum für herabstürzendes Felsmaterial gesichert. Über den Fels gespannte Sicherungsnetze gibt es keine.

Arbeiter haben den Sturzraum nun von Felsmaterial befreit. Zudem wurde ein absturzgefährdeter Block mit einem Volumen von rund sechs Kubikmetern in steilem Gelände abgetragen. Der Absturzbereich ist darüber hinaus mit einem mobilen Steinschlagschutzzaunsystem gesichert worden, so Behördenleiter Christian Rehm. Mitarbeiter der Straßenmeisterei sperrten die Bundesstraße dazu halbseitig. Eine Ampelregelung leitete den Verkehr der viel befahrenen Bundesstraße.

Allerdings sind die Maßnahmen nur zur Überbrückung gedacht: Die endgültige Sicherung des Hangs ist im Laufe dieses Jahres geplant. Erforderliche Steinschlagsimulationen und die dazu notwendigen Planungen hierzu laufen, heißt es aus dem Bauamt. Einen genauen Termin gibt es noch nicht.

kp