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Auffällig war der Ramsauer Dirndltrommlerzug mit den pinken Trommelschlägeln. Die Trommlerinnen feierten ebenso mit dem Jubilar.

Trommlerzug Bischofswiesen feiert 50-jähriges Bestehen im »Brenner Bräu«

Bischofswiesen – Der Trommlerzug Bischofswiesen feierte am Samstag sein 50-jähriges Bestehen im »Brenner Bräu«. Eine offizielle Begrüßung fand vor der Gaststätte statt. Fünf Trommlerzüge aus dem Talkessel sind zu diesem Anlass von der Sparkasse zum Parkplatz der Gaststätte einmarschiert, um dem Jubilar gebührend zu gratulieren. Dieses Geschehen moderierte Sprecher Christian Kurz. Gefeiert wurde auch mit der Tegernseer Tanzlmusi.


Der Bischofswieser Trommelzug mit 1. Tambourmajor Michael Schneck und die Musikkapelle Bischofswiesen unter der Leitung ihres Kapellmeisters Florian Lindner nahmen Aufstellung. Die Bischofswieser Weihnachtsschützen schossen Ehrensalven am Rei-ßenbichl. Fünf Trommlerzüge aus dem Talkessel nahmen ebenso an der Feierlichkeit teil. Den Anfang machte der Trommelzug der Marktkapelle Berchtesgaden mit 1. Tambourmajor Paul Hallinger. Begrüßt und vorgestellt wurden die Trommler von Sprecher Christian Kurz.

Der Trommlerzug der Marktkapelle Berchtesgaden ist der älteste Trommelzug und Paul Hallinger ist mit Abstand der dienstälteste Tambourmajor mit mehr als 35 Jahren in Berchtesgaden. Mit Marktschellenberg unter 1. Tambourmajor Sebastian Lochner folgte der zweitälteste Trommlerzug. Die Schellenberger Trommler waren schon vor dem Ersten Weltkrieg gegründet worden. Doch längere Zeit war es still um den Verein, bis 1956 Hans Kleinhans den Trommlerzug wieder ins Leben gerufen hat. Andreas Moltinger war damals dabei und er kam mit einem Geschenk zum »Brenner Bräu«. Er war 30 Jahre Tambourmajor in Marktschellenberg.

Als Drittes kam der Trommlerzug Maria Gern mit seinem Tambourmajor Josef Walch. Sprecher Christian Kurz wusste, dass der Verein 1957 als Trommlerzug der Vereinigten Weihnachtsschützen gegründet worden war. Eine Besonderheit ist, dass die Gerer ein eigener Verein sind und Tambourmajor Josef Walch gleichzeitig 1. Vorstand ist.

Es folgte der seit 1986 bestehende Trommlerzug der Freiwilligen Feuerwehr Königssee mit Tambourmajor Edi Breu. Die Mitglieder traten sowohl in der Feuerwehruniform als auch in der Berchtesgadener Tracht auf. Den Schlusspunkt der Begrüßung setzte der Trommlerzug der Musikkapelle Ramsau mit Tambourmajor Andi Graßl. Hier gab es einiges zum Schmunzeln und Kurz kommentierte: »Das Beste kommt zum Schluss«. Eigentlich hatte Kurz den Ramsauer Trommlerzug anders in Erinnerung, als Wolfgang Graßl noch Tambourmajor war. Auffallend waren pinke Trommelschlägel und der Tambourstab mit pinken Federschmuck. Das Geheimnis war schnell gelüftet: Es war der Ramsauer Dirndltrommlerzug, welcher seine Auftritte alle vier Jahre beim Ramsauer Faschingszug hat.

Kurz scherzte, in Ramsau solle momentan Trommelverbot sein, denn dort seien zur Zeit zwei Geierdamen und die gingen angeblich sehr früh ins Bett. Deshalb freue man sich, dass man in Bischofswiesen trommeln darf.

Jeder Trommlerzug bekam von 1. Tambourmajor Michael Schneck ein Erinnerungsgeschenk und jeder Tambourmajor einen Schnaps und die Musikkapelle spielte für jeden Verein einen Ehrenmarsch. Gefeiert wurde im »Brenner Bräu« mit der Tegernseer Tanzlmusi und von Anfang an tanzten alle Anwesenden fleißig. Gruß- und Dankesworte gab es von 1. Tambourmajor Michael Schneck. Mit der Überschrift »Ein halbes Jahrhundert Trommelwirbel« verwies er auf den ausführlichen Artikel des »Berchtesgadener Anzeigers« vom 8. Januar 2022 über die Entstehungsgeschichte der Bischofswieser Trommler.

Darüber hinaus standen Ehrungen an. Geehrt wurden Christian Kurz, seit 36 Jahren aktiver Trommler und 25 Jahre Tambourmajor, Josef Pelzer, seit 43 Jahren aktiver Trommler und 18 Jahre zweiter Tambourmajor, Wolfgang Fegg, 36 Jahre aktiver Trommler, und Andreas Graßl, 38 Jahre aktiver Trommler.

Glückwünsche kamen von Bürgermeister Thomas Weber. Das Gemeindeoberhaupt ist stolz auf die Bischofswieser Trommler und er übermittelte die größte Wertschätzung. Verteilt auf Tanzfläche, Wirtsstube, Bar und Biergarten, wurde noch lange gefeiert.

Bernhard Stanggassinger