Zünftige Klänge auf der Kastensteinerwand

Bischofswiesen: Zünftige Klänge auf der Kastensteinerwand – Erste Hogoascht nach Corona
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Die Sänger und Musikanten haben vor 125 Gästen und Einheimischen gespielt – bei schönstem Wetter. (Fotos: Bernhard Stanggassinger)

Bischofswiesen – Der Sänger- und Musikantenverein D'Bischofswieser hat am Donnerstagabend bei wunderbarem Sommerwetter seinen ersten Hogoascht »Alphornblasen, a G'sang und a Musi« in diesem Jahr auf der Kastensteinerwand veranstaltet. Die Veranstaltung fand unter den vorgeschriebenen Infektionsschutz-Maßnahmen statt.


Die Sitzplätze wurden zugewiesen. Am Hin- und Rückweg zur Aussichtskanzel musste Mundschutz getragen werden, während der Veranstaltung nicht. Erster Vorstand und Sprecher Willy Ebneth ging bei der Begrüßung ausführlich auf die Corona-bedingten Umstände ein. Den musikalischen Auftakt machten die Bischofswieser Alphornbläser. »Seit 2001 gibt es diese Veranstaltungen. Diese ist die 77. in Folge – trotz Corona«, sagte Ebneth und bekam dafür kräftigen Applaus.

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Ins Leben gerufen hat die Veranstaltung Alois Biermaier. Er war auch da und blies gemeinsam mit seinem Enkel Stefan Biermaier und mit Maxi Fegg das Alphorn. Mit den Worten: »An G'sang und a Musi muass bei uns geb'n, sonst kannt der Bischofswieser ned leb'n«, kündigte Ebneth die Gesang- und Musikgruppen an. Die Grünstoaner Klarinettenmusi besteht aus Vroni Geisler, Jonas Langenhorst und Christl Haas an den Klarinetten, Hansi Reif auf der Diatonischen Ziachmusi und Kathi Schwab auf der Tuba. Sie spielten eine flotte Polka mit dem Titel »Die Salzige«, den 89er Landler, den Dirndlkönigin Walzer und die Buchberg Polka.

Beim Staufenecker Zwoagsang wurden Juliane Kumm und Nannerl Enzensberger beim Singen von Peppi Stückl aus Ruhpolding mit der Zither begleitet. Sie trugen die Lieder »Auf der Schattnseitn bleib i net«, »Mei Schatz is a Jaga, a lustiger Bua« und das Lied »S'Wieserl« vor. Juliane Kumm schreibt auch Gedichte, von denen der Sprecher eins vortrug. Zur Pechhäusl Musi gehören Thomas und Andreas Metzenleitner mit Gitarre und Ziach sowie Christoph Krenn mit dem Tenorhorn.

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Beim Betreten der Aussichtskanzel mussten alle ihren Mundschutz tragen.

Ihre Stückln waren – passend zur Umgebung – das Kastensteinerwandlied »Wandeiliad«, die »Hansei Steffi« Polka, der »Brunnbach Boarische« und »Beim Fallmann Pius«. Musste zwischen Sprecher und Musikanten das Mikrofon gewechselt werden, war sofort Franz Punz Junior zur Stelle und desinfizierte es.

Willy Ebneth erzählte Geschichtliches von Bischofswiesen und etwas über das Almleben. Er lobte die Gäste, dass sie nicht ins Ausland gefahren sind, sondern hier Urlaub machen.

Mit dem Besuch von 125 Gästen und Einheimischen und den schneidigen Stückln der Sänger und Musikanten ist wieder ein Stück öffentliches Leben zurückgekehrt. Den krönenden Abschluss bildeten die Bischofswieser Alphornbläser.

Bernhard Stanggassinger