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Die Vortragenden (v. l.) Bezirksrat Georg Wetzelsperger, Dr. Mai Aumüller-Nguyen, Dr. Janine Diehl-Schmid, Roswitha Moderegger und Dr. Sarah Straub betrachteten die Demenz aus verschiedenen Blickwinkeln. (Foto: Brigitte Janoschka)

Fachtag zum Thema Demenz im Rathaussaal – Ein gesundes Leben ist die beste Prävention

Freilassing – Dass ein ernstes Thema auch unterhaltsam und abwechslungsreich dargeboten werden kann, bewies der Fachtag Demenz im Rathaussaal Freilassing, ein Thema, das viele Interessierte anzog. »Die Arbeit hat sich gelohnt«, freute sich die Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Roswitha Moderegger in ihrer Begrüßung. Auch dass es sich nicht mehr um ein Tabu-Thema handelt, wurde an diesem Nachmittag klar.– Prof. Dr. Janine Diehl-Schmid hält Vortrag


Von mehreren Seiten wurde das Thema Demenz beleuchtet: Zum einen von der medizinisch-wissenschaftlichen Seite durch Prof. Dr. Janine Diehl-Schmid, Chefärztin am Zentrum für Altersmedizin des kbo-Inn-Salzach-Klinikums Wasserburg zum anderen aus der Sicht von Angehörigen mit der Betonung auf der zwischenmenschlichen Beziehung durch Psychologin und Liedermacherin Dr. Sarah Straub, die auch aus ihrem Buch »Wie meine Großmutter ihr ICH verlor« vorlas und berührende Lieder sang.

Eröffnet wurde der Fachtag von dem Bezirksrat Georg Wetzelsperger (CSU), der über das seniorenpolitische Gesamtkonzept im Kreistag berichtete. Die Teilhabe- und die Pflegebedarfsplanung finde darin ihren Niederschlag, so Georg Wetzelsberger. Es müsse der Bedarf der Menschen vor Ort erkannt werden, entsprechende Maßnahmen müssten ergriffen werden.

Er sprach über die Wohnraumversorgung für behinderte und an Demenz erkrankte Menschen ebenso wie über das Versorgungskonzept der Kliniken. In Freilassing solle eine Memory-Klinik entstehen, um die Diagnose der Demenzerkrankung auf eine gute Basis zu stellen, so Georg Wetzelsperger.

Prof. Dr. Janine Diehl-Schmid erläuterte die Ursachen der Demenzerkrankung. Die Alzheimer-Krankheit kommt am häufigsten vor. Die Ärztin ging auf Risikofaktoren, Symptome und den Verlauf ein ebenso wie auf die Diagnostik, Therapie und Beratung.

Besonders interessant war das Ergebnis einer Präsentation, das aufzeigte, wie der Demenz entgegengewirkt werden kann: durch gesunde Ernährung, Verzicht auf übermäßigen Alkoholgenuss und auf Zigaretten, durch Bewegung und guten Schlaf, durch ein aktives Leben mit Hobbys, durch ein lebenslanges Lernen sowie durch Sozialkontakte, also durch alles, was die Gesundheit im Allgemeinen stützt.

In ihrer aussagekräftigen Präsentation zeigte die Referentin Bilder des Gehirns mit farblich markierten Abteilungen für die unterschiedlichen geistigen Fähigkeiten des Menschen. Demenz liege vor, wenn nicht nur die Gedächtnisleistung eingeschränkt sei, sondern auch die alltäglichen Leistungen in einem selbstständigen Leben erschwert oder unmöglich seien. Prof. Dr. Janine Diehl-Schmid zeigte Abbildungen mit dem Unterschied zwischen normalen und kranken Neuronen sowie mit einem normalen und einem an Alzheimer erkrankten Gehirn.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der heutigen Donnerstagsausgabe (21. April) des Berchtesgadener Anzeigers.

Brigitte Janoschka