Bildtext einblenden
Symbolbild Foto: Bundespolizei

Lebensgefährliche Schleusungsfahrt endet im Feld – Mann flieht vor Kontrolle

Freilassing – Ein 48-jähriger Syrer hat am Sonntag, 4. Dezember, versucht im Bereich Freilassing / Burgkirchen vor einer Kontrolle der Bundespolizei zu fliehen. Die waghalsige Fahrt endete für Schleuser und Geschleuste in einem Feld nahe Burgkirchen an der Alz.


Ein Fahrzeug mit niederländischer Zulassung erweckte am Sonntag früh das Interesse einer Streife der Freilassinger Bundespolizei. Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit raste der Fahrer über die Saalbrücke Freilassing in Richtung Stadtmitte.

Unverzüglich nahmen die Bundespolizisten die Verfolgung des Kombis auf und gaben per Blaulicht und Anhaltesignalgeber deutliche Zeichen für eine bevorstehende Kontrolle. Doch anstatt den Anweisungen der Beamten Folge zu leisten, beschleunigte der Fahrer und setzte seine Fahrt mit etwa 150 Km/h in Richtung Laufen fort.

Die Streife forderte sofort Unterstützung von Landes- und Bundespolizei an.

Mit über 100 km/h raste der Fahrer rücksichtslos durch Laufen, wobei er den rechten Fahrbahnrand touchierte. Anschließend fuhr er wieder auf die Bundesstraße 20 und raste trotz starken Nebels und niedriger Außentemperaturen mit knapp 220 Km/h in Richtung Tittmoning.

Zwischen Tittmoning und Burgkirchen an der Alz verlor der 48-Jährige aufgrund der stark überhöhten Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam schließlich in einem Feld zum Stehen. Dabei konnte eine Streife erkennen, dass eine Person das Auto verließ und sich entfernte. Eine weitere Streife nahm die Verfolgung zu Fuß auf und konnte in der Nähe einen 18-jährigen Geschleusten aus Palästina feststellen.

Den Fahrer, der zwischenzeitlich ausgestiegen war, konnten die Beamten am Fahrzeug festnehmen.

Auf der Rücksitzbank stellten die Beamten drei minderjährige Syrer im Alter von 12 bis 16 Jahren fest. Im Kofferraum des Pkw entdeckten die Fahnder zudem einen erst 14-jährigen Syrer.

Verletzt wurde bei der halsbrecherischen Verfolgungsfahrt glücklicherweise niemand. Ein durchgeführter Drogentest beim Fahrer verlief zudem positiv auf THC (Cannabis).

Der Lenker muss sich nun wegen Einschleusens von Ausländern unter lebensgefährlichen Bedingungen, Einschleusens von minderjährigen unbegleiteten Ausländern, Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Führen eines Autos unter Einfluss berauschender Mittel verantworten.

Die Bundespolizisten lieferten den Syrer nach einer Vorführung beim Richter zur Untersuchungshaft in eine Justizvollzugsanstalt ein. Die vier minderjährigen Syrer übergaben die Beamten in die Obhut des zuständigen Jugendamtes. Dem 18-Jährigen verweigerten die Bundespolizisten die Einreise und übergaben ihn an die österreichischen Behörden.

fb/red