Festnahme Verhaftung Haft
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Foto: Symbolbild/Bundespolzei

Viel Arbeit für die Bundespolizei am Mittwoch

Freilassing –  Die Bundespolizei hat am Mittwoch, 2. Februar, einen erheblich alkoholisierten Polen sowie einen Afghanen mit versteckten Drogen am Bahnhof Freilassing festgenommen. Beide erwarten nun mehrere Anzeigen.


Kurz nach Mitternacht hielt ein stark alkoholisierter 29-jähriger Pole die Bundespolizisten am Bahnhof in Freilassing auf Trab. Da der Reisende weder Ausweisdokumente noch einen gültigen Fahrschein hatte und zudem im Zug keine Maske trug, nahmen die Beamten ihn mit zur Dienststelle. Bei der Überprüfung seiner Fingerabdrücke leistete der Pole mehrfach Widerstand und versuchte die Beamten zu schlagen.

Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 4.16 Promille, eine Blutentnahme wurde daraufhin angeordnet. Nach einer Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Erschleichens von Leistungen durfte der 29-Jährige erst einige Stunden später die Dienststelle verlassen.

Kurze Zeit danach kontrollierten Unterstützungskräfte der Bundesbereitschaftspolizei einen aus Österreich kommenden Zug am Bahnhof Freilassing. Ein 20-jähriger Afghane konnten den Beamten keinerlei Ausweisdokumente vorweisen.

Wegen des Verdachts der versuchten unerlaubten Einreise nahmen die Bundespolizisten den jungen Mann vorläufig fest. Bei der Durchsuchung auf der Dienststelle entdeckten die Fahnder in der Hosentasche sowie in der Unterhose des 20-Jährigen je eine Plastiktüte mit einer geringen Menge Marihuana. Ermittlungen ergaben, dass der Mann eine Aufenthaltserlaubnis für Österreich besitzt.

Dass der Afghane weniger begeistert über seinen Aufenthalt auf der Dienststelle war, zeigte er anschließend, indem er die Beamten massiv beleidigte und mehrfach gegen die Zellentür schlug. Die Bundespolizisten zeigten den 20-Jährigen wegen Beleidigung, der versuchten unerlaubten Einreise sowie eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz an. Anschließend verweigerten sie ihm die Einreise nach Deutschland und schickten ihn nach Österreich zurück.

Die Mühldorfer Bundespolizisten konnten in den frühen Morgenstunden eine Schleusung auf der A94 auf Höhe der Anschlussstelle Töging unterbinden. Der Fahrer, ein 40-jähriger Rumäne, und seine acht Begleiter aus Serbien, darunter sieben Frauen, konnten sich - zumindest auf den ersten Blick - ordnungsgemäß ausweisen.

Anschließende Befragungen der sieben Serbinnen ergaben, dass sie als Reinigungskräfte in einer schwedischen Firma arbeiten wollten. Ein dafür erforderliches Visum konnte jedoch keine der Reisenden vorweisen. Aufgrund des Verdachts einer Schleusung nahmen die Bundespolizisten alle neun Personen vorläufig fest und brachten sie zur Dienststelle nach Mühldorf.

Dort stellten die Beamten weiterhin fest, dass der Rumäne bereits wegen Einschleusens von Ausländern polizeilich in Erscheinung getreten ist. Sein Beifahrer, ein 40-jähriger Serbe, verstrickte sich bei anschließender Befragung immer mehr in Widersprüche und konnte als Komplize des Rumänen überführt werden.

Die Bundespolizisten zeigten Fahrer und Beifahrer wegen Einschleusens von Ausländern an. Die Beschuldigten durften anschließend die Dienststelle verlassen. Die sieben Serbinnen mussten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zurück nach Österreich.

Die Bundespolizeiinspektion Freilassing mit dem Mühldorfer Revier zählte allein am Mittwoch insgesamt 24 unerlaubte Einreisen, vier Haftbefehle sowie drei Visaerschleichungen und stellte mehrere Verstöße gegen das Waffen- und das Betäubungsmittelgesetz fest.

fb/red